Ketsch

Gartenserie Die Hanfpalme überwintert im gemäßigten Klima problemlos / Stattliche Exemplare zieren die Gemeinde

Ein herrliches Stück südliches Flair in der Kurpfalz

Archivartikel

Ketsch.Wenn man in den Straßen der Gemeinde unterwegs ist, kann man sie an vielen Stellen erspähen – Palmen, deren Blätter sich sanft im Wind wiegen. Ob im Vorgarten, hinter dem Haus oder im Topf auf dem Balkon. Mittlerweile gedeihen wahre Prachtexemplare in diesen Breiten. Beliebt sind die Pflanzen, die für Fernweh und Erholung stehen, allemal.

In diesem Jahr, in dem die Reise in den Süden für viele coronabedingt keine Option ist, bringen sie vielleicht ein Stückchen Urlaubsflair nach Balkonien oder Gardenien, jedenfalls sorgen sie beim Anblick für ein wenig Urlaubsgefühl in der Heimat.

Zwar fehlt das Meeresrauschen im Hintergrund, doch in der Enderlegemeinde gibt es immerhin durch die Lage direkt am Rhein und die schönen Seen Gelegenheit, den Blick aufs Wasser streifen zu lassen. Und wer unter der eigenen Palme ein kühles Getränk an einem Sommerabend genießen kann, der darf sich wahrlich glücklich schätzen.

Es sind vorrangig Hanfpalmen, die dieses Gefühl des Südens aufkommen lassen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Burma über China bis nach Japan. Vereinzelt findet man die Hanfpalme auch im Himalayagebiet, wo sie in Höhen von bis zu 2400 Metern wächst.

Eingeführt wurde die Hanfpalme in Frankreich kurz von der revolutionären Zeit zum Ausklang des 18. Jahrhunderts. Kein halbes Jahrhundert später wuchs sie auch in Deutschland und England.

Im asiatischen Raum kommt dieser Palmenart nach wie vor eine wirtschaftliche Bedeutung zu: Man verwendet die Fasern zur Herstellung von Flechtwerk, Tauen und Matten, während das Holz wegen seiner hohen Witterungsbeständigkeit als Baumaterial geschätzt wird. ras/csc

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