Ketsch

Heimat- und Kulturkreis Veronika und Bernd Kraus sind mit Wildkräutern, Honig und viel Wissenswertem erstmals dabei

Ein Marmorkuchen mit grüner Füllung

Ketsch.„Traue nicht dem Ort, wo kein Kraut wächst.“ Mit diesem Spruch beginnt das kleine, selbsterstellte Rezeptbüchlein, welches Veronika Kraus am Museumstag des Heimat- und Kulturkreis Ketsch an ihrem Stand anbot. Man kann der Region hier allerdings durchaus trauen, denn die rund 40 verschiedenen frischen Wildkräuter, welche die ausgebildete Wildkräuterpädagogin und Fachberaterin für Ernährung mit Wildkräutern sehr anschaulich in hübschen Gläsern präsentierte, kamen ganz aus der Nähe.

„Alles was hier zu sehen ist, haben mein Mann und ich in knapp einer Stunde in den Wiesen und am Feldrand in der Nähe von Hockenheim gesammelt“, erklärte die begeisterte Wildkräuterexpertin, die bei der VHS Schwetzingen, Speyer Hockenheim und der Abendakademie Mannheim geführte Kräuterwanderungen und Kochkurse anbietet.

Schmackhafte Kreationen

Beim Museumstag gab sie gerne Informationen und Tipps rund um die kulinarische Nutzung von Wildkräutern und leckere, selbst gemachte Köstlichkeiten, gab es am Stand auch zum Probieren. Dabei fanden sich nicht ganz alltägliche, doch sehr schmackhafte Kreationen wie Brennnesselsamenpralinen oder Breitwegerichsamenbutter und Knoblauchraukensamensenf wieder. „Ich bin begeistert“, betonte Nicole Schmeißer, die gerne den Marmorkuchen mit grüner Füllung, entstanden aus gemahlenen Brennnesselblättern, probierte. „Für dieses vielseitige und faszinierende Thema interessiere ich mich sehr und es ist schön, dass heute dieses Angebot hier zu finden ist“, erklärte die Ketscherin.

Bernd Kraus, neuer Gemeinderat in Ketsch (wir berichteten) und Hobby-Imker ergänzte das Angebot im Stand mit eigenem Linden, Frühlingsblüten, Esskastanien und Waldhonig. „Wir versuchen immer, dass Rahmenangebot beim Museumstag attraktiv für die Besucher zu gestalten und mit dem Ehepaar Kraus und den Wildkräutern haben wir im September etwas, was wir noch nicht hatten“, betonte Ingrid Blem.

Leckeres Essen, frische Waffeln und Gelegenheit, die Ausstellung „Langes Fädchen, faules Mädchen“ im Heimatmuseum zu bewundern, gab es auch – übrigens zum vorletzten Mal. „Am Kerwesonntag, 20. Oktober ist die Ausstellung letztmalig zu sehen. Dabei gibt es dann wieder den traditionellen und beliebten Erbseneintopf mit Würstchen. Die nächste Ausstellung, welche ab April zu sehen ist, wird danach vorbereitet und alle Exponate, die hier zu sehen sind, wieder sorgfältig verpackt“, erklärte sie weiter. Auf welches Thema man sich freuen darf wusste die engagierte Heimatliebhaberin natürlich schon und verriet lächelnd: „Der Enderle wird eine große Rolle spielen.“ csc

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