Ketsch

Central Kino Bei Weihnachtsausgabe von „Sun Day Movies“ berichtet Abbas Albumi aus Syrien / Film „Pettersson und Findus“ / Gute Entwicklung zu sehen

„Ein Ort der respektvollen Begegnung“

Archivartikel

Ketsch.„Wir wollen das Kino zu einem Ort der respektvollen Begegnung machen.“, begann Janine Marielle Ruch die Moderation von „Sun Day Movies“ im Central Kino. Das „Sun Day Movies“-Team, das aktuell aus rund acht festen Mitgliedern des Kinovereins und der Flüchtlingshilfe besteht, lädt jeden ersten Sonntag des Monats zum gemeinsamen Filmschauen und einem „Treffen der Kulturen“ bei Kaffee und Kuchen ein. Der Eintritt sowie Essen und Getränke dann sind frei.

Aber bevor passend zur Adventszeit der Film „Pettersson und Findus – das schönste Weihnachten überhaupt“ losging, wurde Abbas Haloweh Albumi nach vorne zum Interview über die Winterzeit in seinem Heimatland gebeten. Er kommt aus Syrien und ist seit drei Jahren in Deutschland.

Weihnachten eher wie Zuckerfest

„Bei uns in Syrien gibt es zur Weihnachtszeit immer Umzüge. Und die Geschenke bekommen wir in der Kirche“, erklärte er. „In Deutschland besuchen die Menschen sich einander und es gibt viele Weihnachtsmärkte. Das kann man bei uns eher mit dem Zuckerfest als mit Weihnachten vergleichen.“ Auf die Frage, wie der syrische Winter sei, antwortete er: „Es ist zwar kalt, aber doch ein bisschen wärmer als in Deutschland, so um die fünf Grad.“

Dann konnten Groß und Klein bei reichlich Popcorn den Film genießen. Er erzählt die Geschichte von Pettersson, seinem Kater Findus und dessen Weihnachten. Zunächst sieht es nicht so aus, als würde das Fest das schönste Weihnachten überhaupt werden: Ein Schneesturm wütet durchs Dorf, Petterson bricht sich ein Bein und die Essensvorräte der beiden sind nahezu restlos aufgebraucht.

Dank der Hilfe der Nachbarn und Freunde, die dem Mann und seinem roten Kater helfen und schlussendlich gemeinsam mit ihnen feiern, wird es doch noch ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Nach der Vorstellung gaben Amelie Rahel Ruch und Paula Widenka im Duett unter anderem die Weihnachtslieder „Feliz Navidad“ und „Schneeflöckchen Weißröckchen“ zum Besten, bei dem das Publikum dank ausgedruckter Liedtexte kräftig mitsingen konnte.

Zum krönenden Abschluss der Winterfeier kam sogar noch der Nikolaus vorbei und verteilte Mandarinen, Süßigkeiten und Schokoladennikoläuse an die Kinder.

„Wir machen dieses Projekt jetzt schon seit Oktober 2016“, erläuterte Janine Marielle Ruch im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie moderiert die Veranstaltungen bilingual – in deutsch und englisch – und führt auch die Interviews. „Wir möchten den Menschen auch Geschichten von Personen aus anderen Kulturen näher bringen. Wir haben deshalb regelmäßig Gäste, wie zum Beispiel Lamin Ceesay aus Gambia.“ Es gehe vor allem darum, Ängste zu verlieren und Respekt, Toleranz und Menschlichkeit zu wahren.

Saal komplett voll

„Es freut uns, dass Sunday Movies so gut angenommen wird. Bei den letzten beiden Vorstellungen war der Kinosaal komplett voll. Man kann eine richtig gute Entwicklung sehen“, fügte sie hinzu.

Sie und das gesamte Team seien dankbar für jede Spende und würden sich freuen, dass die Menschen mit einem Lachen im Gesicht hinaus gehen. Das alles ginge nur dank der Hilfe der Mitglieder, die sich regelmäßig treffen würden, um das Programm vorzubereiten.

Wer jetzt neugierig geworden ist, ist zur Vorstellung von „Thilda und die beste Band der Welt“ am 6. Januar eingeladen.

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