Ketsch

Katholische Gemeinde Gottesdienste starten am 16. Mai / Anmeldung per Telefon erforderlich

Einbahnstraße in der Kirche

Archivartikel

Ketsch/Brühl.Es mag gewöhnungsbedürftig aussehen, aber es gehört zu einem Stück zurück zur Normalität: In der katholischen Kirche St. Sebastian ist rot-weißes Absperrband angebracht und zeigt, dass diese Bank frei bleiben muss. Nur jede zweite Bankreihe wird zur Wahrung der Abstandsregelungen nutzbar sein. Doch in Zeiten von Corona geht es nicht anders – vielmehr sind die Gläubigen froh, dass sie überhaupt wieder zum Gottesdienst gehen können.

Pfarrer Erwin Bertsch erklärt, dass aufgrund der Auflagen gerade einmal ein Fünftel der Plätze in der Kirche St. Sebastian besetzt werden können. Statt rund 550 sind es 110, die extra markiert sind. „Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wir wollen niemanden wegschicken und wissen nicht, wie viele kommen“, sagt der Seelsorger. Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die Versammlungen zu Gottesdiensten verboten, geht es am Samstag, 16. Mai, um 18 Uhr in St. Sebastian wieder los.

Keine Werktagsmesse

Am Sonntag, 17. Mai, um 9 Uhr folgt der Gottesdienst in Rohrhof und am gleichen Tag um 10.30 Uhr kommen die Gläubigen in der Schutzengelkirche zusammen. Dieses Dreigestirn an Gottesdiensten habe man vorläufig beschlossen, sagt Pfarrer Erwin Bertsch. Zu beachten sei, dass es zunächst einmal keine Werktagsmessen gebe. Bei den Gottesdiensten am Samstag und Sonntag wechselten sich St. Sebastian und Schutzengelkirche von Wochenende zu Wochenende ab – Rohrhof sei die Konstante sonntags um 9 Uhr. Pfarrer Bertsch betont die Vorläufigkeit dieser Regelung ausdrücklich: „Wir können ja gerade nichts auf Dauer planen und entscheiden von Woche zu Woche.“

In den Gottesdiensten darf nicht gesungen werden, erklärt Bertsch. Wie gewohnt erklinge allerdings Orgelmusik. Die Gottesdienste dauerten rund eine Dreiviertelstunde. Es gebe keine Mund- und Kelchkommunion, doch die Abendmahlzeremonie finde ganz normal unter Berücksichtigung der Zugangsregeln statt. Denn um den Abstand zu wahren, wird Pfarrer Bertsch durch einen Tisch getrennt sein. „Die Wege in der Kirche sind als Einbahnstraße ausgewiesen“, sagt Erwin Bertsch. Es gebe keinen Gegenverkehr. Und er werde am Beginn des Gottesdienstes auf alle Besonderheiten hinweisen.

Das Tragen einer Alltagsmaske sei empfohlen. Das Konzept sehe zudem vor, dass in jeder Situation zwei Meter Abstand eingehalten werden könnten. Er selbst trage keine Maske. „Ich freue mich sehr darauf“, sagt Pfarrer Bertsch, der zuletzt mit Messner und Haushälterin Gottesdienst feierte . Das sei „äußerst merkwürdig“ gewesen. Denn: „Die Eucharistie ist von A bis Z auf Gemeinschaft angelegt.“ mab

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