Ketsch

Filmfestival der Generationen Diskussionen über das Älterwerden für Alt und Jung / Drei Vorstellungen im Central Kino

Eine Diva, Internet-Liebeleien oder eine späte Affäre

Archivartikel

Ketsch.Beim 9. Europäischen Filmfestival der Generationen – Filme über das Älterwerden für Alt und Jung – werden auch drei Filme in Ketsch gezeigt. Veranstalter ist das Seniorenbüro der Gemeinde in Kooperation mit dem Central Kino, der Volkshochschule Schwetzingen und dem Generationenbüro Schwetzingen.

Zum Dialog trägt das Festival bei, da im Anschluss an jede Filmvorführung Publikumsgespräche mit ausgewählten Fachleuten aus Altersforschung, Seniorenarbeit und Demografie-Projekten stattfinden. Auf diese Weise wird das Filmthema vertieft und das Bewusstsein über den demografischen Wandel und über das eigene Altern gefördert.

Am Donnerstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr wird der Film „Quartett“ gezeigt. Diskussionsgast wird Dr. Gabriele Ensink vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg sein.

„Monsieur Pierre geht online“

Am Montag, 22. Oktober, 19.30 Uhr läuft der Film „Monsieur Pierre geht online“. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit Wolfgang Möhl, Dozent für Seniorenkurse (EDV) ins Gespräch zu kommen.

„Die schönen Tage“ heißt der Film, der am Mittwoch, 24. Oktober, 19.30 Uhr im Central präsentiert wird, ehe Sozialpädagogin Petra Gouasé das Gespräch mit dem Publikum sucht.

In „Quartett“ sind Cissy, Reginald und Wilfred in der komfortablen Seniorenresidenz Beecham House für pensionierte Opernsänger untergebracht. Jedes Jahr am 10. Oktober, dem Geburtstag von Giuseppe Verdi, organisieren die drei ein Konzert mit Spenden. Doch in diesem Jahr kommt Jean, die einst mit Reginald verheiratet war, ins Heim und stört das Gleichgewicht. Sie führt sich wie eine Diva auf. Die alten, traurigen Geschichten der Vergangenheit drohen die guten Erinnerungen zu verdrängen und den Erfolg des Konzerts zu gefährden. Das Regiedebüt von Dustin Hoffman wurde inspiriert durch die Dokumentation „Der Kuss der Tosca“ von 1984 über eine von Verdi gegründete Mailänder Seniorenresidenz.

Variante von Cyrano de Bergerac

„Eine moderne Variante von Cyrano de Bergerac mit einem 83-jährigen Pierre Richard in Hochform“ – so wird für „Monsieur Pierre geht online“ geworben. Der Film offenbart ein amouröses Verwechslungsspiel zwischen den Geschlechtern und den Generationen, nachdem Pierre, ein einsamer Witwer, die Möglichkeiten des Internet-Datings entdeckt hat.

In „Die schönen Tage“ hat Caroline soeben ihren Job als Zahnärztin aufgegeben. Sie hat viel Zeit. Ihre Töchter schenken ihr einen Gutschein für den Senioren-Club. Doch während die Kurse sie wenig begeistern, gelingt dies Lehrer Julien vom Computerkurs umso mehr – Caroline (Fanny Ardant) lässt sich auf eine Affäre ein. Sie genießt ihre „späte Freiheit“ wie ein geheimnisvolles Geschenk. Doch bald kommt Carolines Ehemann hinter das Versteckspiel. mab

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