Ketsch

Wassersportclub Beim Rennen gehen 1250 Plastikenten an den Start / Erlöse sind für Kindergärten bestimmt / Heike Pfrang aus Ketsch sichert sich Hauptgewinn

Eine große Gaudi für den guten Zweck

Archivartikel

KETSCH.Applaus und ein lautes Platschen beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche begleiteten den Fallstart von über 1250 gelben Quietscheentchen. Die Schmittchen-Schleicher-Brücke war Startplatz für die 1,1 Kilometer lange Distanz auf dem Kraichbach, die die Badegesellen aus Plastik mal elegant in leichter Seitenlage zurücklegten, mal kopfüber oder stellenweise gar nicht, weil zu viel sie an der Uferbewachsung hängen blieben. Für die „Besenschwimmer“ des Wassersportclubs hieß es da, erneut aufzupassen, dass keines zurückblieb, denn das wäre Plastikmüll, der die Gewässer verschmutzen würde. Die Helfer waren hinter den Ausreißern und Hängenbleibern her und befreiten diese.

Im Schatten abgewartet

Eine Hand voll Interessierter war den Damm entlanggelaufen und hatte den fulminanten Powerstart miterlebt. Etliche Zaungäste des gelben Spektakels waren dagegen lieber im Schatten sitzen geblieben und kamen erst mit dem Einlauf der Enten in Höhe des Clubhauses der Wassersportler als Zuschauer auf den Damm. „Es könnte ja unsere Ente sein“, das sagten sie sich, posierten sich mit Blick auf das Ziel, damit sie nicht verpassten, welches nett lächelnde Gelbtier es zuerst an der Sperre entlang in den Zieleinlauf packte. Die Sonne brannte unerbittlich, die Plätze unter dem Zeltdach waren begehrt und damit schon das zweite Plus aus der Kombination von 9. Entenrennen und Bootshausfest des WSC offensichtlich: die Schattenplätze im Zelt. Neben den Helfern, die aus den Vereinsreihen auch beim Entenrennen, dessen Erlös den sechs Ketscher Kindergärten zugutekommt, im Einsatz sind, bescherten sich beide Event gegenseitig Gäste. Weil am Abend das Bootshausfest startete, waren schon mittags die Zelte gestellt und leicht kühlerer Schatten nutzbar.

Der erste Strömungs-Probelauf war das ProminENTENrennen, der rekordverdächtigen 61 Entchen im Fußballclub-Outfit ins Wasser brachte. Die kreativen Badeenten stehen für je 20 Euro, die die Ketscher Kindergärten erhalten. Gemeinderäte, Geschäftsleute und alle, die es wollten, investierten hier den Mehrpreis ins Wohl der Kinder und hatten zudem Spaß an der Gaudi.

Über 100 Preise vergeben

In diesem Jahr gingen der erste Platz und somit die gesamte Ehre an die Nachbargemeinde Schwetzingen und an Hauptdienste. Dazu summierte sich je Ente, die für den Start im Hauptlauf mit fünf Euro zu Buche schlägt, ein Euro vom „Startgeld“. „Insgesamt konnten wir in den vergangenen Jahren auf diese Art rund 15 000 Euro an die Kindergärten weitergeben“, resümierte Fellhauer, der sich freute, dass in diesem mehr Promi- und mehr gelbe Entchen antraten, denn es gab auch einen Kindergarten mehr, der in den Genuss der Spende kam. Und, das ist der Kracher, genau der hat den Hauptpreis des Kindergarten-Entenrennens gewonnen: „Der Kindergarten Postillon darf ein Jahr lang den Wanderpokal behalten“, sagte Joachim Fellhauer an.

Mit 25 anderen war die gekrönte Ente des Postillons ins Ziel „gerutscht“. Insgesamt wechselten weitere 100 Preise im Wert von über 4000 Euro für das Hauptrennen den Besitzer sowie Karten für Musik im Park, die unsere Zeitung zur Verfügung gestellt hatte. Die Hauptgewinn-Ente mit einem Barpreis von 1000 Euro blieb in Ketsch bei Heike Pfrang, die sich sichtbar freute: „Damit rechnet man ja nicht bei der Flut an Entchen.“ Gerne hätten die Initiatoren mehr Gäste gesehen, aber das gute Wetter lockte wohl viele ins nahe Schwimmbad.

Info: Gewinnernummern werden am heutigen Montag unter www. entenrennen-ketsch.de veröffentlicht.

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