Ketsch

Grüne Fraktion des Kreises fordert den „Klimanotstand“

Eine nötige Reaktion

Ketsch.Bei der Sitzung des Kreistages am Dienstag, 28. Juli, 14 Uhr, in der Rheinhalle wird die Grünen-Fraktion im Rhein-Neckar-Kreis einen Antrag einbringen, der den Kreis auffordert, den „Klimanotstand“ zu erklären. Dazu ist die Öffentlichkeit eingeladen. „Wie viel Unterstützung wir für unseren Antrag von den anderen Fraktionen bekommen werden, ist noch nicht klar. So manche haben bereits angedeutet, dass sie nicht recht verstehen, weshalb wir das Thema Klima so hoch hängen. Manche sagen, es werde ja ohnehin schon viel getan, andere zweifeln an, dass der Mensch das Klima überhaupt beeinflusst“, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.

Konkret habe der Rhein-Neckar-Kreis in den vergangenen Jahren praktisch keine Fortschritte im Bereich CO²-Ausstoß oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien gemacht. Die Zahlen seien meilenweit von der Erfüllung der Vorgaben des Pariser Abkommens entfernt.

Entschlossene Kehrtwende

Dass das auch anders ginge, würden Landkreise zeigen, die bereits rechnerisch 100 Prozent klimaneutral in Sachen Energie sind und und damit nebenbei auch große Erfolge bei Beschäftigung und regionaler Wertschöpfung erzielen. Die Fraktion der Grünen sei daher überzeugt, dass der „Klimanotstand“ eine angemessene und nötige Reaktion auf die Klimakrise darstellt. So ginge es nicht weiter. Die Erklärung des Notstandes alleine werde die Lage nicht umdrehen, dennoch sei man der Meinung, dass das Eingeständnis, „dass wir alle bislang unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben“, die Voraussetzung für eine entschlossene Kehrtwende sei.

Die Politik im Kreistag finde oft konsensorientiert statt: Häufig würden Maßnahmen beschlossen, bei denen die Fraktionen mehr oder weniger an einem Strang zögen. Manchmal, wie beim Klimathema, werden aber grundsätzliche Unterschiede diskutiert. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional