Ketsch

Kulturbühne Schüler der sechsten Klassen der Neurott-Gemeinschaftsschule verfilmen eigenes Werk / Zwei Vorstellungen im Central Kino

Enderle, ein Buch und nun auch ein Streifen

Ketsch.Vor dem Rathaus in Ketsch steht eine große Gestalt, die weithin unter dem Namen „Enderle“ bekannt ist. Doch wer war dieser Mann, von dem die meisten nur wissen, dass er der (Enderle-)Gemeinde und einer Straße den Namen gegeben hat? Mit dieser Frage setzten sich die Schüler der sechsten Klassen der Neurottschule auseinander und gingen auf Spurensuche.

Sie erfuhren, dass der Enderle in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat und ein Schultheiß war, ein Mann also, der ein öffentliches Amt innehatte. Ein tragisches Schicksal ereilte ihn, da er sich gegen die damalige Obrigkeit in Person des Pfalzgrafen Ottheinrich von der Pfalz auflehnte. Die Geschichte endete tragisch.

Eine neue Geschichtsübung

Doch was hat diese alte Sage mit der heutigen Zeit zu tun? Die Schüler versuchten, sich in die Lage des Enderle von Ketsch zu versetzen. Heraus kam ein Buch mit dem Titel „Leon und der Enderle – Mobbing, die Folgen und eine ziemlich alte Geschichte“ (wir berichteten). Das Rahmenthema gibt die Sage vom „Enderle von Ketsch“ vor, die verknüpft wird mit einer selbst erfundenen Geschichte, die in der heutigen Zeit spielt und in der es um Mobbing geht.

Während die Autoren die Kapitel verfassten und sich mit dem Marketing des Buchs und der Suche nach Sponsoren beschäftigten, setzten ihre Mitschüler Teile des Buchinhalts mit Gestik, Mimik, Kostümen und Kulissen szenisch um. Festgehalten wurden der Prozess und das Produkt in einem Film.

Daher findet die dazugehörige Kulturbühne erstmals nicht in der Neurottschule statt, sondern im Central Kino, Enderlestraße 24a.

Theaterpädagogen unterstützen

Beim Projekt „Buch macht Schule“ wurde die Autorengruppe begleitet von der Schriftstellerin Carola Kupfer und dem Verleger Wolfgang Schröck-Schmidt. Das Filmprojekt entstand unter der Regie der Schauspieler und Theaterpädagogen Laura Holz und Christoph Kaiser.

Karten reservieren

Aufgrund des begrenzten Platzangebots im Central Kino finden zwei Aufführungen am Dienstag, 26. Februar, statt: Um 18 und um 20 Uhr. Es wird empfohlen, Karten zu reservieren – persönlich oder telefonisch im Sekretariat der Neurottschule, von montags bis freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr oder per Telefon 06202/85 93 40. Kinder benötigen eine eigene Eintrittskarte. Die Teilnehmer sollten nicht jünger als acht Jahre sein. Pro Person können maximal drei Eintrittskarten reserviert werden. Es wird darum gebeten, telefonisch reservierte Karten spätestens bis 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung an der Abendkasse abzuholen. zg

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