Ketsch

Radspitz Dritte Auflage der Kultband führt die Besucher auf den Partyolymp im Backfischfestzelt

Es geht stets nach oben

Ketsch.Dass ein Publikum mit größter Begeisterung eine Partyband feiert, kennt man, aber beim Backfischfest passiert etwas außergewöhnliches, wenn Radspitz „on stage“ ist. Die fünf sympathischen Vollblutmusiker um Frontmann Klaus Pfreundner, sind spürbar ebenso begeistert von der Atmosphäre und ihren jubelnden Fans, wie umgekehrt.

Diese gekonnte Mischung aus Energie, Lebensfreude, Partylaune und Wertschätzung von beiden Seiten lässt sich kurz als eines zusammenfassen: Das Radspitz-Phänomen in Ketsch.

Derjenige, der glaubte, dass beim dritten Backfischfest-Auftritt der Kultband in dieser Saison keine Steigerung mehr möglich gewesen wäre, wurde in kürzester Zeit eines besseren belehrt: Wenn Radspitz fulminant mit dem Island-Song startet und bereits in den ersten zehn Minuten Auftritt Partyhymnen wie Cordula Grün „raushaut“, wohlwissend, dass noch weitere fünf Stunden musikalisches Partymaximum zu liefern sind, dann ist derjenige definitiv angekommen auf dem musikalischen Partyolymp.

Für den letzten Auftritt in diesem Jahr haben die erfahrenen und mitreißenden Radspitz-Jungs natürlich noch einige Highlights im musikalischen Köcher zurückgehalten, denn sie wussten, dass ihre Fans zum großen Teil alle drei Auftritte der Bayern begleitet haben. Der Sänger und Animateur Pfreundner hatte an seinem Keyboard wie immer zwei Mikrofone montiert. Eines fürs Publikum, und eines, um mit der Band während des Auftritts zu kommunizieren, um ganz individuell und punktgenau am Abend das Repertoire anzupassen.

Keine Langeweile im Programm

„Bei uns kommt niemals Langweile auf, wir bleiben frisch und wir möchten unseren Fans eine großartige Bühnenshow mit Überraschungen bieten. Derjenige, der zum dritten Mal die Radspitzparty beim Backfischfest mitfeiert, darf sich heute auf mindestens 15 Lieder, die wir bei den zwei anderen Auftritten noch nicht gespielt haben, freuen. Eine finale Set List haben wir nicht, denn wir passen uns dem Publikum an“, verriet unserer Zeitung Pfreundner noch kurz vor Bühnenpartybeginn um 20 Uhr.

Keiner Erwähnung bedarf es, dass zu diesem Zeitpunkt kein einziger Sitzplatz im vorderen Zeltbereich mehr zu ergattern war. Aber wer will bei so viel Partypower sitzen? Als Lars, Johannes, Oliver, Manuel und Klaus die Bühne ins Radspitz-Eldorado verwandelten stand das Zelt auf und kurz darauf Kopf. In bewährter Manier interagierten die Partyband und vor allem die Sänger Klaus sowie Lars mühelos mit dem begeisterten Publikum und steigerten das Partylevel kontinuierlich.

Bereits um 7 Uhr morgens haben sich die eingefleischten Fans im Schichtbetrieb die besten Plätze vor der Bühne gesichert. „Wir wollen Party und Radspitz bringt’s einfach! Einfach mal was anderes, als diesen Hip-Hop-Kram hören, deshalb sind wir hier“, erklärte Denis Niedballa aus Brühl, der mit Milena Braun schon zur frühen Stunde für seine 20 Personen starke Partygruppe die Front Row sicherte.

Solche Geschichten rufen bei den Bandmitgliedern Erinnerungen wach: „So zeitig haben wir zwar nie Plätze gesichert, aber als wir im Alter der Fans in den ersten Reihen waren, standen wir ebenfalls vor der Bühne bei den Radspitzaufritten und haben uns gewünscht eines Tages mal Teil einer so coolen Band zu sein. Diesen Traum konnten wir uns erfüllen“, erinnerten sich Lars, der Frontsänger, und Manuel, der Gitarrist der Band.

Erinnerungen keimen auf

Unzählige Erinnerungen an außergewöhnliche Momente verbindet Bandchef Klaus Pfreundner mit Ketsch – und an seinen ersten Auftritt im Backfischfestzelt 1998 erinnert er sich noch genau: „Wir waren an einem Montagabend als Vorgruppe für den Schlagersänger Bata Illic gebucht. An diesem Abend wollte das Kurpfalzradio eine Stunde live den Auftritt des Schlagerstars übertragen, aber Illic kam nicht rechtzeitig an. Somit wurde eben Radspitz ganz unverhofft live im Radio übertragen und wir haben eben in unsere Schlagerkiste gegriffen und das Publikum, welches eher 60 plus war, bei Laune gehalten bis später Illic dann doch noch auf die Bühne kam.“

Anlässlich des 40-jährigen Bandbestehens wurde am Donnerstag ein Video im Zelt mitgeschnitten. „Wir haben das Material natürlich noch nicht gesichtet, aber der Auftritt war klasse, die Fans waren mega und so werden wir einiges vom Filmmaterial für unser neues Image-Video verwenden und natürlich auch für den Remix des Ketscher Bärensongs, der erstmals im September zum Handball Bundesliga Start laufen wird. Unser Motivationsbeitrag für den Klassenerhalt dieser unglaublich sympathischen Damenhandball Mannschaft“, berichtete Pfreundner begeistert.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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