Ketsch

Handball-Bundesliga Frauen Bären empfangen Leverkusen / Negative Testergebnisse liegen vor / Team will „anderes Gesicht“ zeigen

Es kann nur besser werden

Archivartikel

Der Start in das neue Jahr kann aus Sicht der Kurpfalz-Bären nur besser werden. Nachdem die letzte Partie 2020 am vergangenen Mittwoch beim Buxtehuder SV nicht planmäßig stattfinden konnte, weil die Corona-Testergebnisse des Ketscher Lagers nicht vorlagen (wir berichteten), herrscht beim Schlusslicht der Handball-Bundesliga nun Gewissheit. Das Heimspiel am Samstag gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen kann um 18 Uhr angepfiffen werden.

Das ist aber nur möglich, weil die Bären-Verantwortlichen das Paket mit den Schnelltests höchstpersönlich in Berlin abgegeben haben. Zuvor waren die Proben in einem Lager des Dienstleisters verlorengegangen. „Wir waren am Donnerstagmittag dann wieder zurück und am später am Nachmittag lagen dann auch die Ergebnisse bereits vor. Wir werden spielen“, versicherte Trainer und Geschäftsführer Adrian Fuladdjusch, der merklich angefressen war, nachdem das Spiel in Buxtehude nicht hatte ausgetragen werden können. Einen Ausweichtermin gibt es für diese Begegnung indes noch nicht. Neben dieser Partie wurden aber auch die Duelle Borussia Dortmund gegen die HSG Blomberg-Lippe sowie Neckarsulmer Sport-Union gegen den Thüringer HC bis auf Weiteres verschoben. Nun liegt der Fokus der Bären auf Leverkusen. Eine Mannschaft, gegen die sich Fuladdjusch und seine Mannschaft durchaus etwas ausrechnen. „Wir sind in der Liga angekommen“, sagt der 33-Jährige, der hofft, dass das fehlerbehaftete Spiel gegen die Handball-Luchs Buchholz 08-Rosengarten nicht in den Köpfen bleibt und seine Mannschaft an die zuvor gezeigten Leistungen gegen die HSG Bad Wildungen und die HSG Bensheim/Auerbach anknüpfen kann. „Wir haben nach der hohen Niederlage bei Halle-Neustadt einen neuen Weg eingeschlagen und haben uns vorgenommen, ein anderes Gesicht zu zeigen. Das hat in diesen Partien schon gut geklappt“, meint Fuladdjusch, der sich aufgrund von Verletzungen seiner Spielerinnen immer wieder selbst erfinden musste. Zuletzt fehlten mit Elena Fabritz, Sina Michels und Rebecca Engelhardt gleich drei potenzielle Stammspielerinnen. Zumindest Engelhardt könnte für das Spiel gegen die Werkselfen wieder eine Option sein.

Leverkusen gewann am Mittwoch daheim mit 24:19 gegen das Kellerkind Frisch Auf Göppingen. Somit fährt die Mannschaft mit der Favoritenrolle im Gepäck nach Ketsch. „Wir wollen dort zwei Punkte einfahren und sind guter Dinge. Aber ein Selbstläufer wird das nicht“, sagte Leverkusens Trainer Martin Schwarzwald. „Die Bären spielen eine giftige 3:2:1-Abwehr. Dazu operieren sie im Angriff stets mit der siebten Feldspielerin. Das ist auf Dauer für den Kopf ermüdend. Wir hatten nur eine Trainingseinheit, um uns auf diese Spielweise einzustellen. Das Ganze wird eine Frage der Disziplin, aber am Ende sollte sich unsere individuelle Qualität durchsetzen.“

In der Vorsaison gewann Bayer 04 mit 24:17 in der Neurotthalle. Da erneut keine Zuschauer zugelassen sind, wird die Partie ausschließlich über die Online-Plattform sportdeutschland.tv zu sehen sein. mjw

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