Ketsch

Seniorenheim „Ketsch Solidarisch“ übergibt Briefe des Mitgefühls / In kleinen Gruppen vorgelesen

Etliche Worte der Zuversicht

Archivartikel

Ketsch.Auch am Muttertag dürfen aufgrund der Verordnungen zur Vermeidung der Weiterverbreitung des Corona-Virus im Pflegeheim Avendi, wie in allen Pflegeheimen in Deutschland, die Türen für Besucher nicht wie vor der Krise einfach geöffnet werden. „Für unsere Bewohner ist dies eine ganz schwierige Situation und um so mehr freut es mich, heute diese Briefe annehmen zu können, die eine mehr als willkommene Abwechslung in den derzeitigen Alltag der Senioren bringen werden“, bekräftigt Alexandra Gorzny von der Pflegeeinrichtung in der Enderlegemeinde.

Die Briefe wurden aufgrund der Initiative „Ketsch Solidarisch“ von Ketscher Jugendlichen verfasst. „Ich hatte von einer ähnlichen Aktion gelesen und dachte mir, warum wir das nicht auch in Ketsch machen. In unserer Whatsapp Gruppe waren alle sofort begeistert“, erinnert sich Marcel Langbein. Bei Maike Kugler wurde ein eigener „Ketsch Solidarisch“ Briefkasten aufgestellt und Jugendliche, Kinder und Familien aus Ketsch machten sich fleißig an das Briefeschreiben.

Eine andere Perspektive

„Zunächst war es etwas schwierig, denn man schreibt ja an jemanden, den man nicht kennt, aber nach kurzer Zeit ging es gut. Ich habe darüber geschrieben, wie es mir in der Situation geht und was ich so mache. Das Schreiben war noch mal eine andere Perspektive, auch für mich selbst“, bestätigt Judyta Bieniek. Gemeinderat Moses Ruppert, der die Aktion mitkoordinierte ergänzt: „Es geht darum, den älteren Menschen Kraft zu wünschen und Hoffnung zu schenken. Zu wissen, dass wir an sie denken, hilft dem ein oder anderen hoffentlich etwas durch diese schwierige Zeit.“ Die Briefe würden nun, so führt es Alexandra Gorzny von Avendi weiter aus, in kleinen Gruppen den Bewohnern der Pflegeeinrichtung vorgelesen. „Sicher gibt es dabei etwas zu lachen, denn ich weiß, dass ein Schüler der dritten Klasse einige Witze in seinen Brief geschrieben hat“, freut sich Maike Kugler.

Wenn die Aktion gut ankomme, wovon auszugehen sei, dann können sich alle Beteiligten vorstellen, eine weitere Aktion dieser Art durchzuführen, ergänzt Julian Raddatz, der ebenfalls einen Brief beigesteuert hat.

„Natürlich geben wir gerne Rückmeldung, wie die Briefe bei den Bewohnern ankommen und heute sind wir einfach dankbar, dass wir diese schönen Gesten der Solidarität mit den Senioren in unserer Einrichtung entgegennehmen dürfen“, betont Alexandra Gorzny und hält die Briefe begeistert in die Höhe. csc

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