Ketsch

Kantorei

Fluch im Gasthaus – das wird teuer

Archivartikel

Ketsch/Brühl.Mit Reisegebet startete der Jahresausflug der Kantorei Brühl-Ketsch. In Bietigheims Altstadt wartete „Seilers Ursel“ mit Geschichten aus der Zeit um 1690 auf die Besucher. Einiges war gleich zu klären: „Reisende wie euch zieht es unweigerlich in die Gasthäuser. Wer dort flucht, dem kommt es teuer zu stehen, muss er doch sogleich in die Schwörbüchse einzahlen.“

Die Ortskundige mahnte, auf die einzelnen Glockenzeichen zu achten. Erklingt die Feuerglocke, ist es Bürgerpflicht jedes Mannes, der Stadt gegen das Feuer beizustehen. Nicht nur Geschichtliches erfuhren die Kurpfälzer, sondern auch von wöchentlichen kostenlosen Konzerten in den Sommermonaten, dem gepflegten Gartenschaugelände und moderner Kunst. Weiter ging es nach Besigheim, wo die evangelische Stadtkirche ein wahres Schmuckstück darstellt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Gotteshaus von Franzosen als Backhaus verwendet und verwüstet. Einzig der etwa 13 Meter große Hochaltar aus Lindenholz überstand das Unheil. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional