Ketsch

Herrenteich Kinder der Kernzeit- und Hort-Ferienbetreuung besuchen den Flugplatz am Rhein

Form der Flügel gibt Auftrieb

Archivartikel

KETSCH.Es ist viel Betrieb auf dem Flugplatz „Herrenteich“, zumindest für einen Tag mitten in der Woche. Die Kinder der Kernzeit- und Hort-Ferienbetreuung freut das natürlich, so sehen sie zum Rundgang im Hangar und auf dem Gelände auch einige Starts und Landungen. Zum ersten Mal sind die sechs bis zehn Jahre alten Ferienkinder mit Leiterin Christine Herrmann auf dem Flugplatz zu Gast, interessiert hören sie den Schilderungen von Jugendwart Patrick Mühlhölzer vom Sportfliegerclub (SFC) Schwetzingen zu und haben ganz viele Fragen.

Mühlhölzer erklärt, dass just an diesem Tag die Bundeswehr von diesem Flugplatz aus zu Rundflügen übers Gebiet losfliegen will. Direkt an der Startbahn sind zwei Pavillonzelte aufgestellt, in denen Soldaten auf ihren Start warten. Zuerst aber muss sich der Jugendleiter den vielen Fragen der Kernzeit- und Hortkinder stellen: Warum hängen Flieger an der Hangardecke? Wie kommt man an den Flieger dran, der ganz hinten steht? Was wiegt ein Flieger?

Viel Wissenswertes erfahren

Nicht, dass sie damit den Jugendwart an seine Auskunftsgrenze bringen würden, aber manchmal muss er schon ein wenig nachdenken. Am Ende steht fest: Es passen bis zu 15 Fluggeräte in die Halle. An der Decke hängen derzeit zwei, ein weiteres könnte dort untergebracht werden. Derjenige, der fliegen möchte, kommt und entscheidet, mit welchem der vereinseigenen Flugzeuge er starten möchte, bekommt seine Papiere und schon darf es nach der Abstimmung über Wind- und Verkehrsverhältnisse losgehen.

„Die Zweisitzer sind unsere Schulungsmaschinen“, schildert Mühlhölzer, wie der erfahrene Pilot den Neuling anleitet. Dabei sitzt der Lehrer hinten, der Schüler vorne. Ungefähr 20 bis 30 begleitete Flüge braucht es und die Einschätzung des Lehrers, dass der Schüler so weit ist, dass man alleine in die Luft gehen darf. Ein Flugzeug, je nachdem, ob es ein Segelflieger oder ein Motorflieger ist, wiegt „um die 600 Kilogramm und mehr“, so Mühlhölzer. Üblicherweise würde in 3000 Meter Höhe geflogen, „mit Erlaubnis von der Luftraumüberwachung auch höher“, erklärt der passionierte Jungflieger den interessierten Jungen und Mädchen.

Wieso sehen eigentlich die Tragflächen so aus ¬- vorne dick, nach hinten schmal? Jetzt dürfen alle Kinder fühlen, Mühlhölzer erklärt, wie das mit dem Luftstrom, dem Auftrieb, funktioniert. Dann geht es raus auf die Start- und Landebahn – den Fliegern zuschauen, wie es in die Luft und wieder runter geht. Schließlich fahren die Kinder mit den Fahrrädern wieder zurück in die Schul-Betreuungsräume.

Neue Themen für Malwettbewerb

Der Flugplatz Herrenteich ist in der offiziellen Sprache der Piloten übrigens als Sonderlandeplatz klassifiziert. Der Sportfliegerclub Schwetzingen, der ihn vor allem nutzt, wurde schon im Jahr 1956 gegründet. Vieles musste damals in Eigenarbeit erledigt werden, vom Bau der Flugzeuge bis zur Errichtung der Flugzeughalle 1963. Sie wurde 1983 durch den Tower ergänzt.

Für die Jungen und Mädchen war der Besuch bei den Fliegern eine Abwechslung und bestimmt Basis für viele weitere Bilder, die im Wochen-Kunst-Wettbewerb gemalt werden. Christine Herrmann erklärt dazu: „Wir prämieren die schönsten Bilder, die übrigens die Kinder selbst auswählen.“ Blauer Himmel und weiße Flieger sind sicher als Motiv dabei. Im nächsten Jahr wollen sie wiederkommen, das steht fest. zesa

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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