Ketsch

Geschäftsleben Im Restaurant „Zum Anglersee“ feiern die Pächter Andreas und Kasia Steffen das zehnjährige Bestehen

Frischer Wind weht durchs Anglerheim

Archivartikel

Ketsch.„Ich habe nichts vorbereitet“, sagte Andreas Steffen, Pächter und Koch im Restaurant „Zum Anglersee“ schmunzelnd, hat er doch zum kleinen 10-jährigen Jubiläum keine Rede parat. „Dafür habe ich etwas zum Essen angerichtet“, lud er ein, die Gaumenfreuden aus der Küche zu testen. Zuvor wurde ordentlich zugeprostet, denn Bürgermeister Jürgen Kappenstein und der ASV-Vorsitzende Günter Perner mit Gattin Heike sowie einige enge Freunde waren zur Feierstunde gekommen.

Ganz der Fischküche verschrieben kredenzte Steffen Krabbenbrötchen, dazu hatte er eine orientalisch angehauchte rote Linsensuppe gekocht und einen griechischen Salat mit Kalbsbruströllchen serviert. An der Stille am Tisch war zu messen, dass der kulinarische Kurzstreifzug rund um die Welt mundete.

Ausbildung im „Maritim“

Der 48-jährige Andreas Steffen hat seine Kochausbildung in Mannheim im Maritim gemacht, danach einige Zeit in Mannheim und Heidelberg gearbeitet, bevor er sich in Ketsch mit dem Gasthaus „Zum Enderle“ selbstständig machte. Seine Frau Kasia (52) hat er vor 18 Jahren kennen und lieben gelernt. Sie ist die Dekorateurin, will heißen diejenige, die die Essensteller anrichtet und dekoriert sowie den Service im Restaurant organisiert. Das Händchen fürs Ambiente hat sie auch, mit ausgewählten Objekten entsteht ein warmes, einladendes, leicht mediterranes, aber auch vom Wind der nordischen Küste durchwehtes Ambiente.

„Schön ist es hier, es hat sich deutlich etwas geändert zu den Jahren davor“, lobte Günter Perner, der sich viele weitere Jahre der Zusammenarbeit wünschte. Bürgermeister Kappenstein stellte fest: „Wir brauchen sie hier in Ketsch“, bezogen auf die ansprechende Lokation mit der vielfältigen Auswahl an Fischgerichten. „Wir bieten auch eine kleine Anzahl Fleischgerichte sowie vegetarische Essen“, schilderte Steffen, dass die Wasserbewohner den Vorzug haben.

Woher bezieht er den Fisch? „Wir arbeiten mit dem Hamburger Anbieter Havekost zusammen, der innerhalb von zwei oder drei Tagen die bestellte Ware anliefert“, erklärte der Koch. Deshalb gibt es immer einen „Fisch der Woche“. Gerade ist das die Scholle, deren Filet gebacken oder gebraten wird. Früher habe er sogar den frischen Netzfang der ASV-Angler verarbeitet, berichtete er. Der ASV betreibe die Netzfischerei nach Netzfischereirecht aber nun nicht mehr.

Das Restaurant bietet 70 Innenplätze, die auf drei getrennte Räume verteilt werden können und eine überdachte Terrasse mit Seeblick und weiteren 60 Plätzen. zesa

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