Ketsch

Leserfoto 2020 ist ein „Flugjahr“ des Maikäfers

Frühlingsbote schlüpft

Archivartikel

Ketsch.Sie galten zwischenzeitlich sogar als ausgestorben, weil man sie in der Natur einfach nicht mehr sah: Maikäfer. Manches Kind und mancher Erwachsener haben noch nie einen live gesehen.

Das sollte sich ändern lassen, denn 2020 ist ein so genanntes „Flugjahr“. Die Entwicklung des braunen Brummers vom Ei zur Larve und zum ausgewachsenen Käfer nimmt vier Jahre in Anspruch.

Leserin Lydia Pitzal schickte uns ein Foto, das einen eben in ihrem Hof in Ketsch geschlüpften Vertreter der zur Familie der Blatthornkäfer gehörenden Gattung zeigt. In Deutschland kommen vor allem Feld- und Wald-Maikäfer vor, deren Unterscheidung für den Laien allerdings schwierig ist.

Der Maikäfer, der in den 1950er Jahren großflächig chemisch bekämpft wurde, weil man ihn für Ernteausfälle verantwortlich machte, verkörpert dieser Tage ein Stück des natürlichen Gangs der Dinge und repräsentiert als Frühlingsbote Normalität in Zeiten von Corona. mab

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional