Ketsch

Ausschuss Ergebnis für Gemeinderat wird erst am Montag bekanntgegeben

Fünf Listen stehen zur Wahl

Archivartikel

Ketsch.Es war nur eine Zahl, die den Gemeindewahlausschuss in seiner sonst reibungslosen öffentlichen Sitzung kurz unterbrach, für verhaltenes Schmunzeln sorgte und korrigiert werden musste. Im letzten Beschlussvorschlag zur Prüfung und Zulassung des von der FDP eingereichten Wahlvorschlags zur Gemeinderatswahl am 26. Mai war der Termin im Jahr 2016 datiert. Ein Fehler, der eventuell der kurzfristigen Aufstellung der Liberalen geschuldet war: Erst zur Einreichungsfrist am 28. März ging die tags zuvor beschlossene Bewerberaufstellung mit insgesamt sechs Kandidaten im Rathaus ein.

Zu Beginn der Sitzung stellte Vorsitzende Helena Moser Franz Cischinsky, Konrad Kemptner, Rudi Kurbiuhn und Andrea Brusnik als Beisitzer sowie Sandra Alber als Schriftführerin vor. Nachdem sie alle zur unparteiischen Wahrnehmung ihres Amtes verpflichtet hatte, wurden die Wahlvorschläge von CDU, SPD, Freien Wählervereinigung (FWV), Grünen und FDP im Beisein ihrer Vertrauensleute und einigen Zuhörern im Einzelnen vorgestellt. Moser führte aus, dass sich „die Reihenfolge der Wahlvorschläge der im Gemeinderat vertretenden Parteien und Wählervereinigungen nach ihren erreichten Stimmenzahlen bei der letzten regelmäßigen Wahl dieses Organs“ richtet und sich die übrigen in der Reihenfolge ihres Eingangs anschließen.

Da es ausgenommen der Korrektur des Zahlendrehers keinerlei weitere Beanstandungen eines einzelnen Bewerbers oder der Wahlvorschläge im Ganzen gab, beschloss der Gemeindewahlausschuss einstimmig alle Vorschläge zuzulassen.

So werden die Wähler beim Urnengang auf dem Stimmzettel je 22 Kandidaten der CDU (41650 Stimmen bei der Gemeinderatswahl 2014), der SPD (27015 Stimmen), FWV (13581 Stimmen), der Grünen (11241 Stimmen) sowie sechs Bewerber der FDP (4703 Stimmen) vorfinden.

Stimmen digital auszählen

Im Rat ist Letztere seit dem Parteiaustritt von Gerhard Weixler, der 2014 kurz nach der Wahl für den verstorbenen Dr. Dieter Feinauer nachgerückt war und jetzt als parteiloser auf der SPD-Liste steht, nicht mehr vertreten. Es könne „jeder Bewerber sowie jeder Unterzeichner des Wahlvorschlags Anfechtungs- oder Verpflichtungsklage erheben“, erklärte Moser. Der Ausschuss billigte einstimmig die automatisierte Datenverarbeitung zur Einzelstimmenerfassung und Ermittlung der Wahlergenisse. Das heißt, die Stimmen werden nach Auswertung der Gültigkeit von den einzelnen Wahlvorständen direkt am Computer eingegeben. Sobald alle Stimmzettel des Wahlbezirks erfasst sind, „wird das Wahlergebnis quasi per Knopfdruck ermittelt“, erklärte Moser. Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden/Franken sei die automatische Plausibilitätsprüfung, die bei jedem eingegebenen Stimmzettel erfolgt und Additionsfehler verhindere.

Dennoch wird das Ergebnis der Gemeinderats- und Kreistagswahl erst am Montag, 27. Mai, bekanntgegeben, wie der Gemeindewahlausschuss entschied. Denn am Sonntagabend werden zunächst die Stimmen der parallel durchgeführten Europawahl ausgezählt. Mit einem Ergebnis sei dann gegen 19.30 Uhr zu rechnen, erklärte Moser. Und wenn die Wahlhelfer am Montagmorgen ab 8 Uhr die weiteren Stimmen auszählen, befassen sie sich zuerst mit den Kreuzen der Kommunal- und im Anschluss mit den Stimmen der Gemeinderatswahl, betonte Moser.

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