Ketsch

Für 12 oder für 8 Euro

Archivartikel

Marco Brückl und das Geschäftsgebaren seines Nachwuchses

Handeln, Feilschen und die Gepflogenheiten, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, wollen gelernt sein. Der erste Flohmarkt-Besuch, wohlgemerkt als Beschicker, bot denn auch einige Fallstricke für unseren Nachwuchs. Der wollte eine Vielzahl ausgedienter Spielwaren an die junge Frau oder den jungen Mann bringen. Mit dem so verdienten Geld lässt sich ja erneut nun altersgerechteres Spiel- oder Unterhaltungsgerät käuflich erwerben, das mit (leider) oftmals viel zu geringer Halbwertzeit alsbald nur noch die Zimmerregale ziert. Egal.

Denn für den Flohmarkt-Einsatz war die Grundausstattung wichtiger: „Wenn du acht Euro für die Star-Wars-Figur möchtest, steigst du vielleicht bei 15 oder, sagen wir 12 Euro ein, okay?“ Der Achtjährige nickte.

Und tatsächlich befand sich der ausgediente Stormtrooper recht zügig im Visier eines kurzgewachsenen Nachfragers: „Was willst du dafür?“ Jetzt galt es für den Filius, frisch Gelerntes auch tatsächlich anzuwenden – „das kostet 12 oder 8 Euro!“ Naja, Verluste hat man wohl immer, zumal beim ersten Mal.

Der Achtjährige hat ja noch einen großen Bruder, seit zehn Jahren im Geschäft. Der wollte für seinen R2-D2 und eine weitere Figur jeweils 2 Euro. Seine Handelsbilanz fiel wie folgt aus: „Ich habe die beiden Figuren für 2 Euro verkauft. Der Mann hatte so dreckige Fingernägel und ich glaube, auch sonst war er eher arm.“

Wirklich herzallerliebst, aber die Flohmarkt-Beschickung üben wir noch ein bisschen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional