Ketsch

Neurottschule Tag der Berufsorientierung bietet Information und Kontakte / Bildungspartner präsentieren eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten

Für einen gelungenen Übergang ins Arbeitsleben

Archivartikel

Ketsch.Vier Klassen, vier Unternehmen und eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten: Beim Tag der Berufsorientierung an der Neurottschule durften rund 100 Schüler aus den Klassenstufen acht bis zehn zahlreiche Berufe aktiv erleben. „Die praxisnahe Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule soll dazu dienen, den Schülern den Übergang von der Schule in die Berufswelt zu erleichtern“, führte Ali Demir aus, der an der Schule Verantwortlicher für Berufsorientierung ist.

Die Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar ist seit Jahren Kooperationspartner der Neurottschule. „Wir wollen den Schülern durch den Berufsdschungel helfen und grundlegende Fragen zum Thema Ausbildung beantworten“, meinte Claudia Godulla, die bei der IHK für diese Veranstaltungsreihe zuständig ist. In Zeitfenstern von jeweils einer dreiviertel Stunde liefen die Informationsrunden in den Klassen ab.

Der Gipser- und Stuckateurbetrieb Uwe Heußler aus Ketsch war zum ersten Mal dabei. Lisa Heußler-Gärtner beschrieb den Jugendlichen einen interessanten Beruf mit Tradition und Zukunftsperspektive. Wer kreativ und handwerklich geschickt sei und gerne im Team arbeiten möchte, könne eine zukunftsorientierte Ausbildung beginnen, die in der Regel drei Jahre dauert.

Besonders interessierten Schülern werden Zusatzqualifikationen für Stuckateure angeboten. Wer fertig ist mit der Ausbildung, kann gemeinsam mit anderen Stuckateuren im Nationalteam an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen, Das ist eine spannende Sache, wie Lisa Heußler-Gärtner in einem Video zeigte.

Der Mercedes-Benz-Vertrieb Pkw Mannheim, Heidelberg und Landau hat bereits eine Bildungspartnerschaft mit der Schule. Klaus Kemna und Leander L. Green stellten den Schülern die unzähligen Ausbildungsmöglichkeiten im Weltunternehmen Daimler AG vor. Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik, Automobilkaufmann, Fachkraft für Lagerlogistik, Fahrzeuglackierer, Industriekaufmann oder Kaufmann für Büromanagement sind nur einige der Segmente, für die Azubis gesucht werden.

Auch die Geschichte des Unternehmens sowie die Elektromobilität waren Themen in der Präsentation der Berufe. „Wir haben selten Jugendliche erlebt, die schon so viel wussten und so tolle Fragen gestellt haben“, lobte Leander L. Green die Veranstaltung an der Neurottschule. Ein guter Realschulabschluss genügt für eine Bewerbung. Vor dem Gespräch bekommen die interessierten Schüler einen Test zugeschickt.

Der Lebensmittel-Discounter Lidl bietet Einstiegsmöglichkeiten im Verkauf, in der Logistik oder in der Verwaltung. Das Ausbildungsjahr beginnt jeweils zum 1. August, teilten Sandro Li Puma und Anika Uhrig vom Lidl-Vertrieb den Schülern mit. Innerhalb von zwei bis drei Jahren durchlaufen die Azubis ein vielfältiges Ausbildungsprogramm in einer der knapp 90 Filialen in der Region. In einer der 39 Regionalgesellschaften von Lidl können duale Studiengänge belegt werden.

Gehalt nicht zu verachten

Auch das Ausbildungsgehalt sei nicht zu verachten, meinte Sandro Li Puma, selbst ehemaliger Azubi bei Lidl. Im dritten Ausbildungsjahr gibt es immerhin 1250 Euro im Monat. Das Unternehmen Diringer und Scheidel vermittelte den Schülern gleich drei Ausbildungsbereiche. Die Unternehmensgruppe der Bau- und Immobilienwirtschaft sucht nicht nur Maurer, Straßenbauer, Baugeräteführer und Elektroniker, sondern auch Hotelfachleute und Köche sowie Altenpfleger, Kaufleute im Gesundheitswesen und Hauswirtschafter.

Für das Tochterunternehmen Avendi informierte Sandra Freitag die wissbegierigen Schüler. Susanne Rinne, Stefan Randazzo und Vivien Oelschlegel beantworteten alle Fragen rund um die Bau- und Immobilienwirtschaft. Durch die Veranstaltung zur Berufsorientierung hätten schon direkt Ausbildungs- und Praktikumsplätze vermittelt werden können, sagte Lehrer Ali Demir.

Die Bildungspartner seien für die Schule sehr wichtig, dankte er für die reibungslose Zusammenarbeit. Das Thema Berufsorientierung spiele in der Gemeinschaftsschule ab der fünften Klasse eine Rolle, wies er auf das Fach „Wirtschafts-, Berufs- und Studienorientierung“ hin. Im kommenden März gingen die Achtklässler in ein zweiwöchiges Praktikum. Der Tag der Berufsorientierung biete jetzt schon eine Chance, bis dahin einen Platz zu finden. Es sei wichtig, die Schüler zu unterstützen und ihnen Ansprechpartner zu vermitteln. „Die Jugendlichen müssen zuerst ihre Stärken und Kompetenzen kennenlernen. Wenn der Übergang ins Berufsleben gut gelingt, freut uns das sehr“, meinte Ali Demir.

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