Ketsch

Altennachmittag Bürgermeister Jürgen Kappenstein spricht über Bauarbeiten / Mundartsänger Charly Weibel tritt auf / Kinder als Glückskäfer retten Tabaluga

Für Senioren gibt es einen Fächer zur Abkühlung

Archivartikel

KETSCH.Die Senioren erlebten am Mittwochnachmittag bei der Sommerveranstaltung der Gemeinde ein paar unterhaltsame Stunden in der Rheinhallengaststätte. Bei den tropischen Temperaturen erhielt jeder Gast einen Fächer, um sich ein wenig Erfrischung zuwedeln zu können. Der Kindergarten Villa Pusteblume und Charly Weibel, Mundartsänger aus Reilingen, sorgten als talentierte Akteure für das Bühnenprogramm.

Zuerst servierte das Betreuerteam um Hedi Wirnshofer und Rudi Kurbiuhn Kaffee und Kuchen, dabei gab es viel zu erzählen. Bürgermeister Jürgen Kappenstein hieß alle Gäste willkommen und lobte Barbara Breuner und Elvira Sutterer von der Gemeindebücherei für die Organisation des Programms.

In seinem Rückblick auf das Neueste aus dem Gemeindeleben fing der Rathauschef mit den für ihn erfreulichen Gegebenheiten an. Die Firma 21sportsgroup, die weltweit im Sportartikelbereich tätig ist, habe inzwischen ihr neues Zuhause im Gewerbegebiet Süd bezogen, wo bereits 100 Mitarbeiter arbeiten. Das Neubaugebiet Fünfvierteläcker wachse kontinuierlich weiter und erfreue sich besonders bei jungen Familien großer Beliebtheit. Die Gemeinde habe ihre Bauplätze dort nahezu alle veräußert und damit auch zu einem großen Teil die gemeindliche Rücklage aufgebessert.

Die Bauarbeiten in und an der Neurottschule schreiten ebenfalls voran: Momentan wird ein Mensagebäude errichtet, das für den Betrieb der Gemeinschaftsschule und der Einnahme von Mittagessen immens wichtig sei. Die Bauarbeiten in der Schwetzinger Straße sollen bis Ende November abgeschlossen sein, wie Kappenstein erklärte. Die Bauarbeiten auf dem Marktplatz wurden ebenfalls begonnen und würden insgesamt ein Jahr Zeit in Anspruch nehmen.

Tagesstätte mit sechs Gruppen

Auch für die Kinder der Gemeinde im Alter ab einem Jahr werde stetig geplant, noch nie sei die Nachfrage an Betreuungsplätzen so groß gewesen, erläuterte der Rathauschef. Neben Anbauten an bestehende Einrichtungen werde die Gemeinde eine Tagesstätte mit mindestens sechs Gruppen neu errichten müssen. Das Vorhaben werde ohne Schulden finanziert, unterstrich Kappenstein. Das sei ein schöner Beweis dafür, dass das Leben in der Gemeinde funktioniert und nicht stillsteht, gab er zu verstehen.

Das Betreuerteam um Hedi Wirnshofer und Rudi Kurbiuhn belohnte der Rathauschef für die 14-tätige Ausrichtung der Altennachmittage im Haus der Begegnung mit Einladungen zum Backfischfest. Weiterhin empfahl er den Gästen, die angebotenen Einkaufsmöglichkeiten des Seniorenbeirats zu nutzen. Ausführliche Informationen erteilte Anita Pohl als Sprecherin des Seniorenbeirats.

Dann schilderte der Reilinger Mundartsänger Charly Weibel zur Gitarre nach dem Kehrreim „Ich häbb gedenkt, dasses längt“ seine Schulzeit, die Lehre und seinen Umgang mit dem anderen Geschlecht. Anders war es dagegen im Supermarkt mit Kundin Anna. „Hosch schun g’hert, bestimmt ich ebbes dro“, lautete stets die unendliche Botschaft der Tratschtante. Beim Arzt erfuhr er von der Nachbarin sämtliche Wehwehchen, von den Eierstöcken bis zum trägen Stuhlgang – sie zeigte sogar die dicken Füße.

Danach erzählten die zukünftigen Schulkinder in bunten Kostümen die Geschichte von Tabaluga. Mit dunklen Wolken, grellen Blitzen, Eis und Schnee wütete Arktos in Grünland und bedeckte damit den Drachen. Summend flogen Glückskäfer auf Futtersuche umher und befreiten ihren Freund aus der misslichen Lage. Ganz benommen wusste er nicht mehr, wer und wo er war. Die Glückskäfer erzählten von Freunden, bis er sich wieder erinnerte, und fragte, was Freundschaft bedeutet. Am Ende der Geschichte schloss er Freundschaft mit Arktos, und alle Kinder tanzten vor Freude im Kreis um die beiden neuen Kumpels herum.

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