Ketsch

Umweltschutz Fünf Experten führen am Naturerlebnistag über die Rheininsel / Tier- und Pflanzenwelt auf dem südlichen Teil werden vorgestellt

Geheimnissen in Wald und Flur auf der Spur

Archivartikel

Ketsch.Die idyllische Atmosphäre und die ruhige Natur auf der Ketscher Rheininsel genießen regelmäßig viele Besucher. Doch neben entspannenden Spaziergängen bietet das Schutzgebiet auch zahlreiche Entdeckungsmöglichkeiten. Beim Naturerlebnistag am Samstag, 5. Mai, stellen fünf Experten die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf dem südlichen Teil der Insel vor. Um 14 Uhr geht es am Forsthaus los, dann sind die Teilnehmer insgesamt zwei bis drei Stunden unterwegs auf Natur-Expedition.

„Die reine Laufzeit ist natürlich geringer“, beruhigt Revierförster Norbert Krotz Interessierte, die nicht so gut zu Fuß sind. „Wir halten regelmäßig an interessanten Stellen an, und dann gibt es Infos von mir und meinen vier Kollegen.“

Heimische Vögel im Blick

Während Krotz vor allem auf den wilden Wein – eine Besonderheit der Rheininsel – eingehen wird, widmet sich Dr. Gerhard Stelz vom Naturschutzbund Schwetzingen schwerpunktmäßig den heimischen Vögeln. Die übrige Tierwelt ist hingegen das Spezialgebiet von Gerhard Rietschel, Naturschutzbeauftragter im Stadtkreis Mannheim.

Die Lokale Agenda der Enderlegemeinde wird am Samstag derweil von Gernot de Mür vertreten sein, der unter anderem auf die historische Rheinbegradigung eingehen wird – immerhin wurde die Insel erst dadurch zum heutigen Eiland. Als letzte Expertin informiert Anke Koob über ihre zukünftigen Aufgaben im ehrenamtlichen Naturschutzdienst.

Gemeinsam mit den Umweltakademien der anderen Bundesländer koordiniert die Umweltakademie Baden-Württemberg seit mehreren Jahren den deutschlandweiten „Naturerlebnistag“ im Land. In Baden-Württemberg findet rund um den Naturerlebnistag sogar eine ganze „Naturerlebniswoche“ vom 29. April bis zum 6. Mai an mehr als 300 Orten statt.

Programm an über 2000 Orten

Deutschlandweit gibt es gar ein Programm an mehr als 2000 Orten. Die Ketscher Rheininsel war bislang nicht regelmäßig Teil des Programms, so Revierförster Krotz, diesmal wollten die Verantwortlichen aber mitmachen.

Familien und alle am Thema Natur Interessierten sollen bei den Erlebnistagen die Möglichkeit erhalten, die faszinierende Natur zu entdecken, Geheimnissen in Wald und Flur auf die Spur zu kommen und ökologische Zusammenhänge näher zu ergründen, fassen es die Initiatoren zusammen. Dabei organisiert in der Enderlegemeinde der Umweltstammtisch als Hauptverantwortlicher gemeinsam mit der Forstbehörde, der Lokalen Agenda, den Naturfreunden sowie den regionalen Gruppen von BUND und Naturschutzbund in diesem Jahr zum fünften Mal einen Naturerlebnistag.

„Wir werden den Teilnehmern mit unseren verschiedenen kleinen Vorträgen die unterschiedlichen Besonderheiten der Ketscher Rheininsel näherbringen“, verspricht Revierförster Norbert Krotz.

Außergewöhnliches Ökosystem

„Immerhin handelt es sich hier um ein außergewöhnliches Ökosystem.“ Dabei werden die Experten den Rundgang bei jedem Wetter – außer bei Sturm – anbieten. „Wenn es regnet, müssen sich die Teilnehmer einfach nur passend anziehen, dann geht das ohne Probleme“, lacht Krotz. Und mit ein wenig Glück gebe es auch noch nicht allzu viele Schnaken als sommerliche Begleiter.

Die Wegstrecke des Rundgangs beträgt etwa drei Kilometer. Start der Veranstaltung ist um 14 Uhr beim Forsthaus auf der Rheininsel. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

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