Ketsch

Neurottschule Beim Sponsorenlauf joggen 400 Schüler, Lehrer und Rektor Joachim Rumold für den Förderverein und den "Kinderplanet" aus Heidelberg

Gemeinsam rennen sie 1100 Kilometer

Ketsch.Gestern war die ganze Neurottschule in Bewegung für zwei gute Zwecke: Vom Sponsorenlauf der 400 Schüler, einiger Lehrer und Schulleiter Joachim Rumold profitieren der Schulförderverein und "Kinderplanet" in Heidelberg. Das ist ein Betreuungsangebot für gesunde Geschwister an Krebs erkrankter Kinder der "Aktion für krebskranke Kinder Heidelberg" direkt an der Klinik. Rund 150 000 Euro im Jahr bringt der Verein dafür auf, finanziert das Angebot komplett aus Spenden.

"Zur Neurottschule hat das einen besonderen Bezug", erklärt Fachlehrerin Ulrike Christ, dass die ehemalige Ketscher Fasnachtsprinzessin Janine Gbur selbst von der heimtückischen Krankheit betroffen und Schülerin an der Neurottschule war. "Deshalb geht die Hälfte der Sponsorengelder wieder nach Heidelberg", sagt sie. Die andere Hälfte bleibt an der Schule und beim Förderverein, der subventioniert, wo es keine offiziellen Gelder gibt, oder der Säckel schon leer ist.

Das war Motor für die Schüler, die sich mächtig ins Zeug legten und ordentlich Speed gaben. Dabei galten einige Regeln: In der Zeit von 9 bis 12 Uhr galt es, nach Jahrgangsstufen getrennt die Runden zu laufen. Für die Grundschüler waren pro Runde 250 Meter im Park bei der Schule zu bewältigen, sie liefen 20 und 25 Minuten lang. Nach jeder Runde hieß es abbremsen und einen Stempel einfangen. Der zierte die Laufkarte, die am Ende als Beleg für die Spende der Sponsoren gilt.

Kinder zeigen hohen Einsatz

Die Werkrealschüler und Gemeinschaftsschüler hatten 30 Minuten Zeit, die Langdistanz von 500 Metern rund um den Park möglichst häufig zu laufen. Rektor Rumold schaffte stattliche elf Runden, also 5,5 Kilometer in der vorgegebenen Zeit. Daumen hoch für den Einsatz. Doppeldaumen, Abklatschen und Jubel verdienen jedoch die Schüler, die insgesamt 1100,5 Kilometer mit ihren Füßen zurücklegten. Dabei war auch Sören, dessen Oma Gertrud Scholz anfeuert und für die Runden je drei Euro springen lässt: "Ist doch für gute Zwecke", sagt sie und beglückwünscht den Enkel zu elf Runden, also 2750 Metern und damit 33 Euro für die Spendenkasse.

Nic aus der Klasse 1a hat lockere 15 Runden abgeliefert, ihn unterstützen Mama, Oma und Lehrer finanziell: "Wie viel die geben, weiß ich aber nicht." Macht nichts, geht alles in einen Topf. Der 14-jährige Abdul geht in die siebte Klasse, "meine Mutter gibt das Geld", sagt er und läuft schnell zwölf lange Runden, was sechs Kilometern entspricht.

Eine coole Aktion starteten die Schüler der 2a. Sie stellten sich am Startweg auf und feuerten die Jüngeren an, klatschten ab, wenn einer in die nächste Runde ging. Danach legten die Zweitklässler los und sammelten im Wortsinn Fersengeld. Eine Stärkung in Form von frischem Obst und für die Erst- bis Viertklässler obendrein Gummibärchen hatte der örtliche Rewe-Markt spendiert. Bei beidem griffen die Schüler gerne zu.

4b schafft 365 Runden

Nach vier Stunden stand das Ergebnis fest: Die fleißigsten Rundensammler waren die Schüler der Klasse 4b. Sie schafften 365 Runden über 250 Meter im Grundschulbereich, bei den höheren Klassen war die Jahrgangsstufe acht mit 181 Runden über 500 Meter am erfolgreichsten. In Summe rannten alle Teilnehmer gemeinsam 1100,5 Kilometer, davon anteilig die Grundschülern 586,5 Kilometer, die Älteren schafften mit mit 514 Kilometern etwas weniger.

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