Ketsch

SPD Moses Ruppert und Jaron Bock auf Besichtigungstour der Schwetzinger Straße

Genossen-Nachwuchs für „Barkultur-Subvention“

Archivartikel

Ketsch.Viele Autos. Viele Leerstände. Wenig Menschen. Dieses Bild bot sich dem frisch gewählten SPD-Gemeinderatsmitglied Moses Ruppert und Jaron Bock, der auf Platz 20 für die Genossen ins Rennen gegangen war, als sie den frisch sanierten Teil der Schwetzinger Straße besichtigten. Ziel der jungen Kommunalpolitiker war es, Wege zu finden, wie dieser Teil des Ortskerns attraktiver für die Bürger gestaltet werden kann.

Die beiden Abiturienten kamen zum Schluss, dass speziell die Schwetzinger Straße eine lebendigere Abend- und Barkultur brauche, heißt es in einer Pressemitteilung. „Leider gibt es in Ketsch für Jung und Alt nur sehr wenige Orte, um abends mit Freunden mal gemütlich ein Bier zu trinken oder tanzen zu gehen. Dazu muss man immer erst mindestens nach Schwetzingen“, beschreibt Jaron Bock. Er habe sich erhofft, dass durch die Sanierung der Schwetzinger Straße das Abendleben einen Schub erhalte, ergänzt er. Stattdessen seien die jungen SPDler auf viele geschlossene Geschäfte oder Lokale getroffen, wie zum Beispiel die Bar „Die Tenne“ in der Schwetzinger Straße 15.

Kaufkraft soll im Ort bleiben

Moses Ruppert, der bei der Kommunalwahl die viertmeisten Stimmen auf sich vereinte, berichtet: „Ich höre immer wieder von Bürgern, dass sie sich mehr Möglichkeiten wünschen, abends mal tanzen zu gehen und neue Leute kennenzulernen. Jetzt, da die Schwetzinger Straße wieder offen ist, sollten wir uns Gedanken machen, wie wir dieses Abendleben aufblühen lassen können.“

Man müsse Wege finden, um die Bevölkerung davon zu überzeugen, „ihre extrem starke Kaufkraft in Ketsch auszugeben“. Tatsächlich liege Ketsch im Kaufkraftindex der Industrie- und Handelskammer 2018 mit 119,7 Punkten weit über dem Durchschnitt. Damit liege Ketsch vor Schwetzingen (113,8 Punkte) und nur knapp hinter Waldorf (122,0 Punkte), dem Hauptsitz des Software-Giganten SAP.

Um die „Ausgehszene“ in der Schwetzinger Straße zu beleben, schlagen Ruppert und Bock vor, „eine Barkultur-Subvention einzuführen, die von der Gemeinde für Bars geleistet wird“, heißt es. Und: „Diese mutige Maßnahme würde sicher mehr Ketscher in die Bars locken und Barbetreiber anziehen.“

Fahrradstreifen auf Hauptstraße

Die beiden Jungpolitiker fänden eine Debatte über einen Fahrradstreifen auf der Hauptstraße wertvoll, um den Verkehr zu beruhigen. Dann würden sich mehr Fußgänger wohlfühlen und mehr konsumieren. Ruppert findet, dass die Gemeindeverwaltung die Belebung der Schwetzinger Straße vorantreiben könne, würde sie Betriebe und Gewerbe besser unterstützen. „Denn gute Betreiber der Läden und Bars sind eine Voraussetzung für ein bessere Barkultur.“ zg

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