Ketsch

Halbfinale!

Archivartikel

Der 23-Jährige ist überglücklich: „Ich habe erreicht, was ich erreichen wollte: Trotz eines Meniskusrisses ins Halbfinale einzuziehen – das war mein großes Ziel. Und das habe ich geschafft.“ Dass seine Familie in Ketsch ebenfalls stolzerfüllt ist, das versteht sich bei 36,3 Kilogramm, die Christos in den acht Wochen im Camp purzeln ließ, von selbst. Christos betont: „Ich wollte auch deshalb unbedingt ins Halbfinale, weil ich wusste, dass dann ein ,Homecoming’ gedreht wird.“

Das werden die Fernsehzuschauer nächste Woche sehen. Die achte und letzte Woche im Abnehm-Camp war derweil extrem für Christos. „Ich war krank, hatte mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen und einen Tag musste ich sogar ins Krankenhaus.“ Dennoch biss der Ketscher auf die Zähne und absolvierte das vorgegebene Programm.

Zum Beispiel die Challenge: „Ich bin zwar als Letzter durchs Ziel. Aber ich war mega-zufrieden mit mir. Mein Ziel war einfach nur durchzuhalten.“ Achtmal mussten die acht verbliebenen Schwergewichte in einem Steinbruch einen Parcours durchlaufen. Es ging bergauf und bergab. Auf dem Rücken erschwerte ein Rucksack mit exakt den Kilos, die jeder Teilnehmer bis dato runtergemacht hatte, das Fortkommen. Pro Runde durften sich die Protagonisten zwar um die jeweilige Wochenabnehmleistung erleichtern – eine Tortur blieb es allerdings auf jeden Fall.

Die drei teilnehmenden Damen hängten die männlichen Kolosse ab und verdienten sich zwei, eineinhalb und ein „Bonuskilo(s)“ für das allerletzte Wiegen im Camp. Die Gewissheit, über der ominösen gelben Linie zu stehen und damit ins Halbfinale einzuziehen, erlangte somit einen enormen Schub.

Für Christos wurde das „Trainingsbattle“ zum durchschlagenden Erfolg. Die TV-Zuschauer verfolgten, wie die Konkurrenz Christos nach seinen Krankheitstagen mehr oder weniger schonte, indem sie ihm keine zusätzlichen fünf Kilo Sand in den Eimer schütten ließen. Es galt, den zehn Kilo schweren Eimer an einem Seil möglichst lange zu halten. „Ich habe gleich von Dirk fünf Kilo zusätzlich bekommen. Ich hatte trotzdem 20 Kilo zu halten“, sagt Christos trotzig. Sei’s drum. Denn am Ende hielt nur noch Christos seinen Eimer über dem Boden, siegte und verschaffte sich damit „Immunität“ beim abschließenden Wiegen.

Zu den vielen sehr emotionalen Momenten gehörte jene Szene, als die Camp-Teilnehmer sich bei den Trainern und Moderatorin Christine Theis bedankten, sie zu Tränen rührten. „Wir haben nach dem Training immer geübt“, sagt Christos, der in der Rolle als Trainerin Mareike Spaleck eine Topperformance hinlegte. Eines wurde auch hier deutlich: Im Camp sind Freundschaften entstanden. Nächste Woche ist Halbfinale – und Christos, der Sohn des Chefs im Restaurant „Odysseus“ inmitten von Ketsch, ist mittendrin.

Bild: Sat.1/Martin Rottenkolber

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel