Ketsch

Rheinhallengaststätte Der Tauchclub bittet erfolgreich zum „Nachglühen“ im Anschluss an den Fasnachtsumzug / Wechselnd bis zu 300 Feiernde vor Ort

Hefner-Bunnys drehen noch eine Aufwärmrunde

Ketsch.Wie beim Kinderfasnachtstreiben in der Rheinhalle (wir berichteten) ging es in der Rheinhallengaststätte beim Tauchsportverein auch erst nach der Prämierung der Wagen des 66. Ketscher Fasnachtsumzugs langsam los. Ab 16 Uhr öffnen die Hobbytaucher schon seit Jahren ihre Türen, „den ersten Ansturm hatten wir gegen 18 Uhr“, sagt Gerd Welker.

Bis dahin floriert die Party im Bruch im Rund der Umzugswagen. „Je kühler es ist, desto eher kommen die Narren rein“, weiß Welker. Recht kühl zeigte sich der Fasnachtssonntag in diesem Jahr schon, also drängten am frühen Abend dann auch wirklich die Jecken in die Gaststätte.

Dort hatten die Taucher ein wenig am Konzept gewerkelt und nur noch „Essen aus der Hand“ angeboten – Fischbrötchen, diverse heiße Würstchen – ganz darauf angepasst, dass man hier „nachglüht“, den Tag gemeinsam ausklingen lässt.

Ressourcen werden geschont

Dafür braucht es keine Menüs und viel Geschirr, das stellt Welker fest. So schont man die Ressourcen des Vereins und die Mitglieder haben neben der Arbeit auch ein wenig Muse, beim Tanzen und Plaudern mitzumachen, dem Hauptgeschäft am Fasnachtssonntag. Gute Musik ist das A und O bei der After-Umzug-Sause, für neuen Schwung sorgt da DJ Sascha, der seine Premiere abliefert und das mit einem Mix aus Fasnachtskrachern und modernen Songs. „Das hat richtig Schwung reingebracht“, schildert Welker, wie sich die Tanzfläche bis etwa 22.30 Uhr nicht mehr leerte.

Seit der ersten Party vor zehn Jahren hatten die Ketscher Urgesteine, die DJs Charly, alias Jens Kochendörfer, und Wolle, bürgerlich Wolfgang Berger, für die Musik gesorgt. „Beide wollten auch mal Fasnacht feiern“, sagt Welker, dass deshalb ein dauerhafter Ersatz gefunden werden muss. Das scheint geklappt zu haben, bestätigen uns auch die pinkfarbenen Hefner-Bunnys von „Abi 92“, die sich als erste einen Platz am Stehtisch gesichert haben.

Alle sind sowieso rausgeputzt

Andreas meint: „Aufwärmen, noch was trinken, was Kleines essen, tanzen“, das sei hier am besten möglich, ohne extra noch wohin fahren zu müssen. Ein buntes Bild liefern die Narren im Raum und auf der Tanzfläche, denn, und das ist der Vorteil des Termins direkt nach dem Narren-Lindwurm: Rausgeputzt sind sowieso alle, weil sie auf Wagen, als Fußgruppen oder begeistert jubelnde Randerscheinungen den Weg säumen. Nicht jeder hat am Rosenmontag Urlaub und ganz viele „sind ja auch schon seit Donnerstag letzter Woche fasnachtstechnisch unterwegs am Feiern“, wie der Tauchchef weiß, deshalb endet die sonntägliche Fete auch wieder zwischen 22 Uhr und 22.30 Uhr.

Moderat auch für die Helfer, die gegen 23 Uhr das Feld räumen und erst am Rosenmontag zum Ordnung machen wiederkommen. Und, ganz wichtig für die Taucher: Es gab wieder keine Vorkommnisse, wie es das bisweilen früher gegeben hatte.

Das ist wohl auch der Security-Mannschaft geschuldet, die schon vor dem Eingang nachgeschaut hat, dass nur Partyvolk in die Gaststätte gelangt, das sich entsprechend verhält.

Stolz sind die Taucher, dass sie es als kleiner Verein hinbekommen, eine Party, die doch wechselnd von bis zu 300 Leuten besucht wird, zu stemmen. zesa

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