Ketsch

Serie "Wir sind Ketsch. Wir sind Zukunft" (5, Ende) Nach zehn Jahren besuchen wir Tessa Schäfer erneut

Herangereift mit Spaß an Schule

Archivartikel

Ketsch.Kinder sind die Zukunft eines Landes, einer Kommune und der Familie selbst. Bereits vor zehn Jahren haben wir uns auf die Suche begeben, welchen Blick die jüngsten Einwohner der Enderlegemeinde auf ihre Heimat und ihr Umfeld haben. Wovon träumen sie und was verbindet sie mit ihrer Heimat und ihrem Zuhause. Jetzt, ein Jahrzehnt später, sind aus den Kindern von 2007 Teenager und junge Erwachsene geworden. Sie haben sich längst aufgemacht in ihre eigene Zukunft und erzählen uns nun, ob ihre Träume und Visionen erfüllt wurden, ob sie neue hegen und was das Wort "Ketsch" für sie bedeutet.

Als wir Tessa das erste Mal begegneten, war die Welt für sie noch völlig neu. Gerüche, Farben, Menschen, Geräusche - die kleine Erdenbürgerin machte mit acht Wochen jeden Tag einen neuen Schritt in dieses noch unbekannte Leben. Stolz waren ihre Eltern auf ihr drittes Kind -nach den beiden Mädchen Lea Marie und Lenja.

In der Schulstraße stand ihre Wiege und Vater Michael stellte sich die Frage nach ihrer Zukunft. Ob sie viele Freunde haben werde? Ob sie ein Wirbelsturm oder ein zaghaftes Mädchen werde? Jetzt, zehn Jahre später, sind viele Fragen geklärt. Denn Tessa ist zu einer Teenagerin herangereift, die sich auf Schule und Freizeit freut und mit ihrer Familie gerne zusammen ist.

In ihrem bunt gestalteten Zimmer ist sie gerne für sich, liest oder lauscht der Musik von Lina Larissa Strahl. Oder sie musiziert einfach gleich selbst, denn diese Passion teilt sie mit der ganzen Familie. "Meine Schwestern sind schon im Musikverein", erzählt sie. Sobald sie weiß, ob sie lieber Klavier oder Saxophon lernen möchte, wird sich entscheiden, ob sie auch ein Teil dieser Ketscher Familie wird. Bislang ist die Flöte ihr Instrument.

Doch Entscheidungen gehören inzwischen zum Leben von Tessa. Auch ihre schulische Zukunft muss entschieden werden. Wo wird sie nach der Grundschule ihren Alltag verbringen? "Meine Schwestern besuchen das Bach-Gymnasium", verrät sie. Das könnte auch für sie in Frage kommen, vielleicht aber auch der Besuch der Realschule.

Zeit genug für Mathematik

"Wir sind froh, dass unsere beiden anderen Töchter dort aufgenommen wurden", betont Mama Melanie, "und falls sich Tessa für diese Schule entscheiden sollte, gefällt es uns, dass sie dort in der G9 sein könnte, denn wir wollen für uns als Familie die Schulzeit entschleunigen". Dann hätte Tessa Zeit genug für Mathematik (die mag sie besonders), für Sport (den auch) und für ihre Freunde, mit denen sie sich derzeit besonders gerne im Pausenhof der Neurottschule trifft, für Fahrradfahren, herumtoben oder einfach quatschen. Vielleicht ist dann auch wieder der Rücken eines Pferdes ihr Zuhause. Früher gehörte reiten zu ihren liebsten Beschäftigungen.

Bis dahin geht es mit Familienhund "Bella" um die Häuser ihrer Heimat. Wenn sie durch die Straßen läuft, sagt sie, dann ist sie sich sicher, dass sie das alles so schnell nicht eintauschen will. Ihre Schwester Lea Marie träumt davon, in England zu leben. "Das ist nicht mein Traum", erklärt die Zehnjährige. Das dürfte ihrem Vater gefallen. Denn der hat sich bei ihrer Geburt nichts sehnlicher gewünscht, als dass sein kleines Mädchen einmal glücklich wird.

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