Ketsch

Neurottschule Siebtklässler bekommen bei der Projektwoche Einblicke ins Siebdruckverfahren

Hier entsteht das Logo

Ketsch.Eigentlich geht es darum, die Schüler bereits in der siebten Klasse dafür zu sensibilisieren, wo ihre Stärken liegen. Das wirkt sich nämlich bereits bei der Wahl der ersten Praktikumsplätze im achten Schuljahr aus. Wie das echten Spaß machen kann und zudem nachhaltig der Schule als praktischer Unterrichtsinhalt erhalten bleibt, das erfahren wir beim Besuch in der neuen Siebdruckwerkstatt an der Neurott-Gemeinschaftsschule.

Bei der Projektwoche lernen die Siebtklässler, Siebdruckrahmen zu bauen. Die Behandlung des Druckvorlagengewebes mit Fotoemulsion findet beim Kooperationspartner „Werkstattschule“ statt.

„Dafür braucht man eine Dunkelkammer“, erklärt Projektleiter Christian Welker. Dort wird auf das Siebdruckgewebe in einem Spezialverfahren das Drucksymbol aufgebracht, bei der Belichtung in der Dunkelkammer bleiben die vom Symbol bedeckten Bereiche ohne Emulsion. Die übrige Fläche ist ab sofort undurchlässig.

Als weiteren Bestandteil für den Siebdruck braucht man eine Art Tisch, auf den das zu bedruckende Material flach und faltenfrei aufgelegt wird. An dessen oberen Ende sind zwei Halterungen angebracht, in die der Siebdruckrahmen eingespannt wird. Klappt man ihn nach unten, liegt die Schablone wenige Millimeter über dem Stoff, Papier, Karton oder der Folie – je nachdem, was bedruckt werden soll. Mit spezieller Farbe wird eine Gummirakel – ein breiter Spachtel mit fester Gummilippe und schmalem Griff – eingestrichen. Abdul und Kristijan sind gerade genau damit beschäftigt.

„Zuerst erfolgt der Druck mit der hellsten Farbe“, schildert Welker den Ablauf – in diesem Fall des neuen Jubiläumslogos der Schule in der Farbe Rot. Das Logo wird der Öffentlichkeit übrigens bei der Kulturbühne im März vorgestellt, weshalb es vorab nur minimale Informationen dazu gibt: Es sind agile Männchen zu sehen, die Schulfarben rot und blau dominieren, so viel darf über das Emblem verraten werden, das in einem Schülerwettbewerb entstanden ist.

Erst wird die Farbschicht locker aufgetragen, dann im zweiten Schritt durch das feinmaschige Gewebe gedrückt. Ein Kontrollblick unter den Rahmen zeigt ein perfektes Ergebnis. „Stimmt hier etwas nicht ganz, kann man den Rahmen wieder auflegen und nacharbeiten“, sagt der Fachmann. Edison fönt diese erste Lage Farbe trocken, dann kommt der Rahmen mit dem blauen Anteil des Logos dran. Trocknen, dann kommt Schwarz für die Kontur. Etwa 50 der pfiffig bedruckten stylischen Kordelsäcke wird es im Laufe der Jubiläumsveranstaltungen zu kaufen geben. Die Systematik der Siebdruckrahmen bleibt als Praxisaktion in den Werkbereich der Gemeinschaftsschule eingebunden.

Sorgfältiges Arbeiten

„Die Schüler sollen daran das sorgfältige Arbeiten lernen, ihre eigenen Fähigkeiten testen“, weiß Welker, dass das die eigene Einschätzung eines späteren Berufs erleichtere. Mit der „Werkstattschule“ kooperiert die Stiftung ProWood, die die Projekttage begleitet. Ihr Angebot: Nach einem von den Schülern erstellten Plan, der auch den Materialaufwand enthält, wurden Bauteile für eine Aufbewahrungsbox mit Schiebedeckel hergestellt, die die Schüler zusammenbauen.

Während daran geklebt und gefeilt wird, kümmern sich Katha(rina), Franzi(ska) und David um die schriftliche Dokumentation der beiden Aktionen. Sie haben ihre Kollegen bei allen Arbeiten beobachtet und befragt.

Eine Wandzeitung soll den Schülern, die am morgigen Freitag, dem internen Projekt-Präsentationstag, vorbeischauen, alles erklären. Viel Aufwand machen sich die Schüler, die Darstellung möglichst ansprechend und bunt zu gestalten.

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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