Ketsch

Ferdinand-Schmid-Haus Kompositionsfestspiel dauert zwei Tage / Publikum entscheidet über Preisvergabe / Sonntag gehört jungen Nachwuchs-Musikern

Hier trifft die „Libellenprinzessin“ auf den „Aufstand der Kobolde“

Archivartikel

Ketsch.Das Kompositionsfestspiel des Vereins „TonART“ und der Musikschule Tatjana Worm findet – verteilt auf zwei Tage – im Ferdinand-Schmid-Haus statt. Der Auftakt am Samstag, 16. Juni (Beginn um 18 Uhr), hat zum Motto „Von 13 Jahren bis zur Unendlichkeit“.

Als Besonderheit präsentiert Adolf Härdle drei Lieder des Musikus Franz Philipp Haßmann aus dem 19. Jahrhundert. Eine Entdeckung nie veröffentlichter Kompositionen, entstanden um das Jahr 1865, sind nun als Erstaufführung zu erleben. Gerald Kneller geht noch tiefer in die Vergangenheit und vertont das Gedicht „Unter den Linden“ von Walter von der Vogelweide.

Weitere Kompositionen setzten sich mit den Themen „Das Leben und der Tod“, „Der Tanz des Lebens“, „Sonate fatale“, „In memoriam“, „Lebe!“ und „Facetten“ auseinander. Auch die Natur wird in Töne verwandelt mit den Melodien „Schwan, „Rhein in Nebel“, „Vier Jahreszeiten“. Humorvolles lassen die Titel „Rondo alla Scherzo“, „A-Dur-Abitur“, „Marsch der Politik“, „Deutsch ohne Worte“ und „Demathisierte Pi-Zahl“ vermuten.

Natur der Rheininsel fasziniert

Am folgenden Tag – Sonntag, 17. Juni (Beginn um 11 Uhr) – geht es weiter für junge Komponisten im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Für die meisten der teilnehmenden Kinder hält immer noch die Faszination ihres letzten großen Musiktheaterprojektes an: die Natur der Rheininsel: „Eichhörnchen“, „Blaue Blume“, „Flug der jungen Gänse“, „Libellenprinzessin“ lauten einige der Titel.

Als zweites Thema wirkt die „Faszination der heimlichen Welt“, Ausklang des „Mythos Rhein“: „Schwimmkonzert der Rheintöchter“, „Aufstand der Kobolde“, „Das verzauberte Spiel“ und „Elfenboot“.

Aber der zweite Tag lässt auch Raum für Humor mit „Eine kleine Dickmadam“, „Applaus für Birk“, „One-six-six-two-one-eight-Jazz“. Musikalisch geht die Reise weiter von Jazz bis hin zu zerrissenen Tonfetzen der Moderne, das heißt zeitgenössische Musik – wie immer in spielerischer Form. Die Bewertung erfolgt einmal mehr durch die professionelle und inzwischen erfahrene Jury um den Vorsitzenden des Vereins „TonART“, Dr. Michael Rittmann. Außerdem gibt es in beiden Teilen des Kompositionsfestspiels jeweils einen Publikumspreis. zg

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