Ketsch

Marathonteam Calogero Parisi beim Soldierfield-Lauf in Chicago, USA, am Start / Sechster seiner Klasse trotz zahlreicher Unwägbarkeiten

Hitze, Zugausfall und ein krampfender Oberschenkel

Archivartikel

Ketsch.Seinen einwöchigen Kurzurlaub in den Vereinigten Staaten von Amerika nutzte Calogero Parisi für einen letzten Formtest vor den bevorstehenden Triathlons in Mussbach und Maxdorf: Er nahm am 16-Kilometer-Lauf rund um das Soldierfield in Chicago teil. Am Ende wartete ein großer Erfolg auf ihn, den er sich allerdings mühsam erkämpfen musste.

Ausreichend akklimatisiert, aber trotzdem klimatisch unvorhersehbar, waren die Voraussetzungen für ihn schwer einzuschätzen, da sich in Chicago das Wetter quasi stündlich ändert. Wurde noch eine Woche vor dem Lauf das Wetter als kühl und regnerisch vorausgesagt, am Vortag dann als heiß, regnerisch und mit Gewittern prognostiziert – kam es dann doch anders als gedacht: schwülwarm und sonnig.

Begleitet von einigen Unwägbarkeiten ging es morgens um 5.30 Uhr los. Die Bahn zum Soldierfield – dem Football-Stadion Chicagos und gleichzeitig Start und Ziel des zehn Meilen beziehungsweise 16 Kilometer-Laufs – fiel aus und brachte den Zeitplan so komplett durcheinander.

Gerade noch pünktlich am Start

Also musste der Ketscher Läufer mit Verspätung von der Haltestelle zum Stadion renne, um schließlich doch noch pünktlich zur Gate-Schließung in seinem Startblock anzukommen. „Die Amerikaner sind da sehr strikt und verlange, 15 Minuten vor dem Start im zugewiesenen Block zu sein – sonst ist man raus“, so Calogero Parisi.

Nach fünf Salutschüssen und dem Singen der US-amerikanischen Nationalhymne ging es dann mit dem Lauf los. Doch der nächste Dämpfer für den Ketscher Athleten folgte sogleich: Sein MP3-Player funktionierte nicht und musste unterwegs zum Laufen gebracht werden. Als auch dieses Hindernis überwunden war, ging es ans Eingemachte: Weil die Läufer für den ersten Startblock eine Qualifikationszeit vorweisen mussten, war der zweite Startblock etwas zu langsam. So musste Parisi zunächst die Hälfte des zweiten Startblocks umkurven, bis er zum ersten Block aufgeschlossen hatte, der eine Minute vor ihm gestartet war.

Die Überholmanöver, die Sonne und die Hitze setzten ihm da schon sichtlich zu – und als ob das nicht genug war, kam bei Kilometer 13 der finale Tiefschlag: „Mein hinterer Oberschenkel ging zu und ich musste das Tempo drosseln“, erzählt Parisi.

Dennoch „finishte“ er den Lauf am Ende in 1:07 Stunde als 58. von 6759 Teilnehmern und als Sechster seiner Altersklasse. Versorgt mit einem Eisbeutel ging es für den Ketscher Athleten mit der – diesmal planmäßigen – Bahn zurück in die Unterkunft, bevor am Nachmittag zur Erholung der Besuch eines Fußballspiels von Chicago Fire, dem Team um Bastian Schweinsteiger als Abwehrstar, auf dem Programm stand. cp/beju

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