Ketsch

Geschäftsleben „Zimmerman’s Friends“ liefern bei Michelfelders Hörgenüsse von Bob Dylan

Hommage aus dem Bergstraßen-Nashville

Archivartikel

Ketsch.„Musik ist das Leben und ohne Bücher wäre die Welt arm“, erklärte Gitarrist und Sänger Günter Geisinger vor der Veranstaltung aus der Reihe „Heute Abend bei Michelfelders“, die als Hommage an den Literaturnobelpreisträger und Musiker Bob Dylan inszeniert wurde. Die Verbindung eines Musikabends in einem Buchladen war daher mehr als passend und Gabriele Hönig, Inhaberin der Buchmanufaktur, begrüßte in der Hockenheimer Straße zahlreiche Besucher.

„Ich bin ein großer Bob-Dylan-Fan und habe mich ganz spontan entschieden, hier in die Buchmanufaktur zu kommen“, sagte Peter Kögel aus Ketsch und nahm gerne bei gemütlicher „Wohnzimmeratmosphäre“ Platz. Rund 40 weitere Gäste erfreuten sich ebenfalls an der American Song Poetry, die mit viel musikalischer Spielkunst und akustischer Raffinesse von der Combo „Zimmerman’s Friends“ über zwei Stunden gefühlvoll präsentiert wurde.

Inspiriert vom eigentlichen Namen

„Zimmerman’s Friends“ besteht aus Bernd Hoffmann, Günter Geisinger und Bernd Windisch und kommt aus Weinheim, dem „Nashville der Bergstraße“, wie die Musiker gleich zu Beginn des Abends ankündigten. Der Bandname sei inspiriert vom eigentlichen Namen von Bob Dylan, der Robert Allen Zimmerman lautet.

Werner Ries war es, der die Idee hatte, die Band nach Ketsch zu holen, und verschaffte den drei Musikern die Gelegenheit, erstmals in einem Buchladen aufzutreten und somit ganz nah am Publikum zu sein.

In rund 30 Songs gab es einen Streifzug durch die Liederwelten verschiedener Interpreten der amerikanischen Song Poetry, wie beispielsweise Tom Petty oder Bruce Springsteen mit drei erstklassigen Stimmen, verschiedenen Gitarren, Blues-Harps und Akkordeon. Auch der von Adele bekannte Song „Make you feel my love“, der von Bob Dylan stammt, wurde gespielt, genauso wie „It’s all over now baby blue“.

Aus dem rund 300 Titel umfassenden Songbook von Bob Dylan eine Auswahl zu treffen, ist nicht leicht, aber „Zimmerman’s Friends“ bewiesen, dass es möglich ist. Ein gelungener Abend bei Michelfelders war Beweis genug, dass Musik und Literatur zusammenpasst und zusammengehört. Wer die Musiker in Ketsch verpasst hat, dem bietet sich am 28. November im Theater im Pädagog in Darmstadt die nächste Gelegenheit, ihre Dylan-Interpretationen zu erleben. csc

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional