Ketsch

Gemeindebücherei Team mit Tag der Bibliotheken unter Corona-Bedingungen zufrieden / Liste der Vormerkungen dominieren Bücher von Ragnar Jónasson

„Hulda-Trilogie“ unter Favoriten der Leseratten

Archivartikel

Ketsch.Zwar ohne den beliebten Bücherflohmarkt und Rahmenprogramm, dafür jedoch drei Tage früher mit einer verlängerten Öffnungszeit und rund 460 Neuerscheinungen fand in der Gemeindebücherei im Ferdinand-Schmid-Haus der Tag der Bibliotheken in diesem Jahr Corona-bedingt etwas anders statt.

Doch das Konzept ging auf: Nach dem „Lieblingstag der Lesefreudigen“ zogen Büchereileiterin Barbara Breuner und ihr Team eine durchaus positive Bilanz. „Wir sind sehr zufrieden und es wurden mindestens genauso viele Buchtitel vorgemerkt wie in den vergangenen Jahren“, bestätigte Barbara Breuner.

Da der Zugang zur Bücherei auf derzeit maximal 20 Personen gleichzeitig beschränkt sei, habe das Team gerade zu beliebten Zeiten gut koordinieren müssen, was jedoch ausnahmslos geglückt sei. „Für das gesamte Team ist solch ein Aktionstag immer mit viel Vorbereitung und Aufwand verbunden, daher ist es sehr motivierend, wenn die Leser dann vorbeikommen und das Angebot nutzen. Besonders die Aktualität unserer Neuerscheinungen wurde gelobt“, freut sich die Leiterin der Bücherei.

Isländischer Autor zieht in Bann

Doch was sind die beliebtesten Bücher bei den Ketschern? Durch die Liste der Vormerkungen zeigte sich schnell, welcher Krimi oder Roman die Nase vorn hat. So gab es mit Abstand die meisten Reservierungen für die drei Krimis der „Hulda Trilogie“ von Ragnar Jónasson. Der isländische Autor zieht mit seiner Protagonistin Hulda Hermannsdóttir den Leser in den Bann von spektakulären Kriminalfällen. Kaum weniger Vormerkungen erhielt von den Lesern der Roman „Ada“ von Christian Berkel. Hier wird auf 400 Seiten eine deutsche Nachkriegsgeeschichte kunstvoll mit einer bewegenden Familiengeschichte kombiniert. Weitere Titel, die am Tag der Bibliotheken in der Gemeindebücherei zahlreiche Vormerkungen erhielten, sind der Kriminalroman „Die Mörderinsel“ von Eric Berg, der Nordsee-Krimi „Eisiger Nebel“ von Hendrik Berg und der Regionalkrimi „Der sanfte Hauch des Todes“ von Wolfgang Burger.

Ebenso findet sich mit „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonnée ein Spiegel-Bestseller auf der Liste der Reservierungen wieder. Weitere zahlreiche Vormerkungen am Tag der Biblioheken erhielten der erste Teil der neuen Städte-Saga „Die Welt war jung“ von Carmen Korn und der vierte Band der Serie „Die Fotografin“ mit dem Titel „Die Stunde der Sehnsucht“ von Petra Durst-Brennig.

„Wir freuen uns über jeden Besucher in der Bücherei und möchten zudem sehr gerne nochmal auf das Angebot der Metropol-Card-Bibliothek hinweisen. Hier können über die aus 37 Kommunen bestehende gemeinsame Plattform www.metropol.bib.de digitale Medien ausgeliehen werden. In diesem Jahr kamen am Tag der Bibliotheken mit Adelsheim und Walldürn zwei neue Mitglieder im Verein der Metropol-Card-Bibliotheken Rhein Neckar hinzu. Wir in Ketsch sind seit der Vereinsgründung 2014 mit dabei. Gerade heute sind die digitalen Angebote unerlässlich, um alle großen und kleinen Bibliotheken gleichermaßen leistungsstark und zukunftsfähig zu machen“, betonte Breuner.

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