Ketsch

Nachruf Früherer SPD-Rat Heinrich Fuchs mit 78 gestorben

Immer mit Herz für die anderen

Archivartikel

Ketsch.Die Enderlegemeinde trauert um einen vielfach engagierten Mann: Heinrich Fuchs, der sich bei der Arbeiterwohlfahrt, beim Kraftsportverein 06, bei der SPD sowie den Linken und im Gemeinderat jahre- und jahrzehntelang eingebracht hat, ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Der Träger der Ehrennadel der Gemeinde in Gold hat sich zweifelsohne um seinen Heimatort verdient gemacht. Der „Ur-Ketscher“ – 1942 in der Hockenheimer Straße 84 geboren – fühlte sich zunächst der Sozialdemokratie verbunden. Von unserer Zeitung wurde er zu seinem 60. Geburtstag wie folgt zitiert: „Ein Sozialdemokrat muss wissen, wo der Ärmste in der Gemeinde wohnt und wie es ihm geht.“

Zu diesem Zeitpunkt verdingte er sich schon mehr als 25 Jahre bei den Genossen. Dem Gemeinderat gehörte er ab 1984 an. Aus der Bürgervertretung schied er 2009 aus, als er bei den Wahlen nicht mehr die nötigen Stimmen auf sich vereinen konnte. Alsbald rückte er politisch noch ein wenig mehr nach links und zählte zu den Gründungsmitgliedern der Linken im Ort.

Zeitsoldat bei der Marine

Heinrich Fuchs lernte den Beruf des Kunststoffschlossers und arbeitete als solcher, bis er 1962 bei der Bundeswehr eine Heimat fand. Zunächst bei der Marine ließ er sich 1970 nach Speyer versetzen. Auf den Besuch der Bundeswehrfachschule für Verwaltung folgte 1973 der Wechsel in die Finanzverwaltung. Nach erfolgreicher Prüfung als Finanzbeamter arbeitete er bis zur Rente beim Finanzamt Schwetzingen.

1996 musste er einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, als seine Frau starb – die beiden Söhne Martin (39) und Stephan (35) zog er im pubertierenden Alter fortan alleine groß. Dass er ein Herz für andere hat, wurde auch durch sein Engagement bei der Arbeiterwohlfahrt deutlich. 1993 übernahm Fuchs den Vorsitz der Awo und war bis zuletzt örtlicher Ansprechpartner.

Daneben war er Ringer mit Passion. Schon 1950 trat er beim Kraftsportverein 06 ein. Heinrich Fuchs sammelte in mehreren Funktionen, ob als Sportwart oder Mannschaftsführer, viele Auszeichnungen des Ringerverbandes. Zwischen 1985 und 1990 war Heinrich Fuchs der Vorsitzende des KSV. Seine Verbundenheit kam ab 2000 einmal mehr zum Ausdruck, als er die „Alte Ketscher Athleten“ ins Leben rief – hier werden nach wie vor Geselligkeit und Kontakte gepflegt.

Es werden sicher sehr viele Weggefährten Heinrich Fuchs die letzte Ehre erweisen. Die Trauerfeier mit der Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 19. November, um 13 Uhr auf dem Ketscher Friedhof statt. mab/Archivbild: privat

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