Ketsch

Schifffahrtshistorie Bis ins Jahr 1935 steuert Jakob Limbeck seinen Ausflugskreuzer den Rhein rauf und runter / Platz für 200 Personen

In bester Gesellschaft auf der „Enderle“

Archivartikel

Ketsch.Durch die unmittelbare Nähe zum Rhein gab es in der Enderlegemeinde schon seit Jahrhunderten einen besonderen Bezug zur Fischwirtschaft, dem Angeln und der Fischzucht. Es ist zudem bekannt und überliefert, dass sich in der Zeit von 1747 und 1755 auch zwei Schiffbauer in Ketsch niedergelassen haben.

Das konnten wir dem Heimatbuch des Ketscher Ehrenbürgers Robert Fuchs entnehmen. Neben Fährleuten gab es auch immer eine gewisse Anzahl von Flussschiffern im Ort. Ein besonderer Hang zur Schifffahrt wird besonders auch Jakob Limbeck nachgesagt. Nach 1900 befuhr er als Matrose mit einem Kieskahn den Rhein. Im Jahr 1909 erwarb er das Kapitänspatent, gültig von Basel bis zum Meer. Während des ersten Weltkrieges unternahm er sogar Transportfahrten auf der Maas und weiteren Flussbereichen am Niederrhein.

Nach den Recherchen von Robert Fuchs wurde Jakob Limbeck im Jahr 1928 Besitzer des 200 Personen fassenden Motorschiffs „Enderle von Ketsch“. Bis ins Jahr 1935 führte er Gesellschaftsfahrten in den Rheinabschnitten Karlsruhe-Mannheim und Rüdesheim durch.

Auch der Neckar wurde bis Heidelberg befahren. Der „Heimathafen“ war immer Ketsch. Bei höheren Wasserständen des Rheins konnte der Personenkreuzer „Enderle von Ketsch“ auch im Altrhein, unterhalb des „Enderlegartens“ ankern. Ansonsten machte das Schiff am „Neu-Rhein“ fest, und zwar in den Bereichen von „Schlag elf und zwölf“ auf der Rheininsel.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional