Ketsch

Fußball-Landesliga Ketsch erlebt gegen Neuenheim eine Schlappe

Kämpferisch gut – bei der Chancenauswertung schlecht

Eine deutliche Heimniederlage setzte es am elften Spieltag der Landesliga für die Kicker der Spvgg 06 Ketsch. Gegen den schwach in die Saison gestarteten aber zuletzt wiedererstarkten ASC Neuenheim unterlagen die 06er deutlich mit 1:5 (1:2). Wenn man die sich bietenden Chancen besser genutzt hätte, wäre die Niederlage nicht so deutlich ausgefallen.

Ketsch begann auf dem tiefen Rasen überraschend mutig und hatte in der zweiten Minute bereits eine gute Torchance, als Atiya Djobo von rechts frei auf das Gästetor zustürmte, den Ball aber neben den Kasten setzte. Bei der Aktion verletzte sich der Gästekeeper Dominik Sandritter schwer und musste ausgewechselt werden. Neuenheim zeigte sich dadurch jedoch keinesfalls geschockt und als sich Ketschs Kapitän Dane Rosenberger (12.) mit seinem Mitspieler nicht einig war, drängte sich Stefan Berger dazwischen, machte sich auf den Weg in Richtung Tor, umkurvte noch den Keeper und schob zum frühen 0:1 ein. Nur fünf Minuten danach segelte ein Freistoß von rechts ans hintere Fünfereck, wo Etienne Köhler freistand und per Kopf ausglich.

In der Folge konnte sich Ketschs Torspieler Julian Herzog ein paar Mal auszeichnen und hielt das Unentschieden fest. Als alle Ketscher Akteure wohl gedanklich schon beim Pausentee waren, schnappte sich Neuenheim nach einem Einwurf das Leder. Wieder war Stefan Berger zur Stelle und besorgte die 1:2-Pausenführung für die Gäste.

Und wieder einmal war Ketsch nach der Pause nicht gleich wach. Eine erneute Unsicherheit von Dane Rosenberger im Abwehrzentrum wertete der Spielleiter als Foul und gab Elfmeter, den Marcus Meyer gerade noch so zum 1:3 einschoss – dabei war der Ketscher Schlussmann noch mit den Fingerspitzen am Ball. Die endgültige Entscheidung folgte in der 54. Minute, als Neuenheim einen Konter über rechts schnell und zielstrebig nach vorne spielte, den Querpass schob der Mann des Spiels, Stefan Berger, zum 1:4 ein. Der Gast schaltete danach sichtlich einen Gang runter. Ketsch wollte sich noch nicht geschlagen geben. Eine Möglichkeit von Sören Ruder, landete, nachdem er sich gut durch das Mittelfeld gespielt hatte, nur am Außenpfosten. Effektiver die Gäste: Der gerade eingewechselte Christoph Kazmeier traf zum 1:5 (70.).

Man muss der Heimelf zugutehalten, dass sie nicht aufgab, und in der Schlussviertelstunde hatten Markus Bertolini und Etienne Köhler noch gute Chancen. jf

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