Ketsch

SPD Landtagsabgeordnete Gabi Roland zu Gast

Kampf dem Plastikmüll

Ketsch.Zum SPD-Monatsgespräch waren Gabi Roland, Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Baden-Württemberg aus Freiburg, und Dominique Odar, SPD-Europa-Kandidatin aus Mühlhausen, gekommen, um sich vor allem dem Thema Plastikmüll zu widmen.

Dominique Odar berichtete von der Europäischen Kunststoffstrategie und der sogenannten Einwegkunststoff-Richtlinie, die diverse Verbote etwa von Tellern, Besteck, oder Trinkhalmen aus Einwegplastik vorsieht. Weitergehend fordert die SPD das Verbot von Mikroplastik in Kosmetika sowie ein Verbot für überflüssige Plastikverpackungen. Gabi Roland berichtete vom Fünf-Punkte-Plan der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), der zur Reduzierung des Plastikmülls beitragen soll.

Pfand auf Einwegkaffeebecher

Auf kommunaler Ebene könnten beispielsweise Strafen für illegale Müllentsorgung oder auch das „Fallenlassen“ von Verpackungen oder Zigarettenstummeln eine Lösung für das Müllproblem im öffentlichen Raum sein. Gemeinderatskandidat Jens Rebmann hob hervor, dass ein am besten kreisweit eingeführtes Recup-Pfandsystem der Menge an Einwegkaffeebechern Einhalt gebiete. Er hofft auf einen Unverpackt-Laden in Ketsch, wie es ihn in Mannheim und Heidelberg gibt.

Kandidatin Sandra Reiff wünschte sich, dass die jährlich stattfindende Müllsammelaktion besser beworben und in Kooperation mit den Schulen veranstaltet wird. Gemeinderat Hans-Peter Rist sagte, dass bei der Vermeidung von Plastikmüll alte Gewohnheiten überdacht und geändert werden müssten. Ebenso sprach er die Idee von Refill Stationen für Ketsch an. An diesen könnten sich die Bürger kostenlos Trinkwasser abfüllen und auf weitere Plastikflaschen verzichten. zg

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