Ketsch

Festzelt Bester Rock und Rap mit der Formation „Me and the Heat“ am Freitagabend / Partygäste aller Altersklassen feiern auf der Tanzfläche / Publikum fordert mehrere Zugaben

Karibikurlaub mit heißen Rhythmen im Ketscher Bruch

KETSCH.Freitagabend beim Backfischfest, das heißt karibische Rhythmen, besten Rock und Kollektivrap im vollen Zelt. Die Formation „Me and the Heat“ steht für Abwechslung und mitreißenden Sound gleich in welcher Konstellation, die durchweg Ausnahmemusiker auf die Bühne bringt. Immer gerät der Auftritt zu einer Explosion der Töne, extremer Spiellaune und zur Megaparty.

Der immer noch dümpelnden Hitze geschuldet war auch, dass es bei den europaweit bekannten Musikern während der ersten Sets noch Platz im Zelt gab. Wer schon da war, wurde sofort von den Bänken geholt. „A la la la la long“ tönte es von der Bühne und alle sangen mit.

Den Bass herausgefordert

On Stage sind Cornelius Wurth an der Gitarre, Giovanni Emanuele am Schlagzeug und Dietrich Bechtel, der Mann, der den Bass in mehreren Soli herausforderte, dass es eine Freude war. Dazu kam Lana Keys am Keyboard, die neben dem ausgewogenen Klangteppich auch ihre Stimme ins Geschehen einwebte. Ganz vorne in Sachen gute Laune rangierten Marvin Dallaway und Hardy Appich mit ihrem unvergleichlichen Trompetensound sowie als Sänger.

Alles, was geht, legten Aniko Kanthak, Christian „Keule“ Haas und Cecil „SouL Elements“ Costen stimmlich in die Songs, die wie auf den Leib geschneidert schienen und jedem seine interpretatorische Freiheit einräumten. „Dance into the Light“ (Phil Collins) wurde Motto, es zog die Gäste endlich vor die Bühne.

Derart gut vorgewärmt ging es mit Cecil in die Welt des Rap. Rasant schnell performte er „Rappers Delight“ (Sugarhill Gang). „Wisst ihr, die Drums sind das Herz, der Bass das Rückgrat meiner Musik, und spielen die, ist das magic“, klärte er auf.

Spaß-Plattform für alle

Viel Applaus gab es für die greifbare Magie schon im ersten Teil des Abends. Und was macht der Rapper dann? Springt locker von der Bühne ins Publikum – Animation satt. Dort, wo er entlang lief, schien er allein durch seine Präsenz Schwingungen zu übertragen, die zum Tanzen animierten. Es kam viel Bewegung ins Zelt, das mittlerweile einem großen Publikum von mittelalt bis stark junggeblieben eine Spaß-Plattform bot.

„Einmal mit Cecil zusammen singen“ – Bethany hatte das ziemlich direkt vor der Bühne ausgesprochen und wurde erhört. Schnell stand die Schülerin neben dem charismatischen Rapper mit kalifornischen Wurzeln. „Uptown Funk“ (Mark Ronson) wurde zu ihrem Song, den sie zart hauchend in Etappen sang. Mit der jungen Frau als Support auf der Bühne blieb es nicht: Mit Noah und Nico fischte sich Cecil zwei Jungs aus den ersten Reihen raus, die mit dem richtigen Groove überzeugt hatten.

Für die Gäste gab es einen Karibik-Urlaub mitten im Ketscher Bruch. Erwartet und geliefert wird aber auch das, was die Herzen der Hardrocker beschwingt: Christian „Keule“ Haas zieht ganz brav mit „I can’t dance“ (Phil Collins) ein, legte mit „T.N.T.“ die erste Schippe Lautstärke darauf und schob in Richtung Finale den Song „Engel“ (Rammstein) nach. Der Ruf nach mehr ertönte lautstark und wurde erhört. Dann hießt es auf Wiedersehen, spätestens im nächsten Jahr, beim Ketscher Backfischfest. zesa

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional