Ketsch

Ferdinand-Schmid-Haus Musiktheater Tatjana Worm und „TonArt“ proben für „Solang der Rhein noch fließt“ / Eine „Quasi-Schubertiade“

Keltisches emotional erfahrbar gemacht

Archivartikel

Ketsch.Das Musiktheater Tatjana Worm und der Verein „TonArt“ mit Grigor Arakelian präsentieren am Samstag, 26. Oktober, um 19 Uhr die „Quasi Schubertiade“ mit dem Titel „Solang der Rhein noch fließt“ im Ferdinand-Schmid-Haus.

Im Begleittext zur Veranstaltung nehmen die Organisatoren Bezug auf ein Zitat von Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Das Keltische stellt in gewisser Weise die erste paneuropäische Kulturgemeinschaft nördlich der Alpen dar. Die Spuren sind in Baden-Württemberg an vielen Stellen sichtbar, in den Museen des Landes genauso wie an zahlreichen Fundstätten. Die besondere historische Beziehung des heutigen Baden-Württemberg zu den Kelten soll im Land sichtbarer und für die Menschen emotional erfahrbar gemacht werden.“

Das Musiktheater Tatjana Worm aus der Enderlegemeinde hat das Thema „Hambacher Forst“ aufgegriffen und zeigt eine Betrachtung aus einer keltischen Weltwahrnehmung und den mythologischen Erzählungen rund um die Burgina (Bürgewald, dem heutigen Hambacher Forst), eingebettet in eine Schubertiade, und mit Bezug zum hiesigen Rhein.

Die jugendlichen Schüler der Musikschule haben sich dazu mit diesem Thema beschäftigt, haben komponiert und gedichtet und bringen zusammen mit ihrer Leiterin dieses Stück am 26. Oktober zur Aufführung. Damit leisten sie einen kleinen Beitrag dazu, dass das Keltische „für die Menschen emotional erfahrbar“ gemacht wird.

Das gelingt wie folgt: Eine Ketscherin und Regisseurin Lisonjka Bruckner träumt von einer Vorstellung in Form einer Schubertiade. Sie lässt auf der Bühne Musik von Schubert erklingen. Es sind sogar einige Gastspieler eingeladen: eine Sängerin aus Mannheim Petra Schubert-Ludwig und ein armenischer Violist, Komponist und Dirigent aus Jerewan, Grigor Arakelian. Es steht Schuberts berühmte „Sonate a-Moll für Arpeggione und Klavier“ an.

Plötzlich läuft alles schief

Das Publikum wartet auf das Erscheinen eines verschwundenen Instruments. Es erscheint mit der gespenstischen Juffer von Hambach. Nun läuft im Ferdinand-Schmid-Haus alles schief. Die moderne Welt kriecht geisterhaft aus allen Ecken und zerstört die Schubertiade. Der Dichter aus dem Freundeskreis Schuberts, Franz von Schober, bringt das Geschehene im Hambacher Forst nahe und warnt vor der bevorstehenden Vernichtung des Rheines. Die Regisseurin ist untröstlich. Wie endet die Geschichte? Was passiert mit Schubert? Geht die Welt zu Grunde oder gibt es Rettung? Die Antworten stecken im überraschenden Finale. zg

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