Ketsch

Lokale Agenda Faires, selbstreflektiertes Verhalten im Straßenverkehr im Fokus

„Ketsch fährt 30“ als Slogan

Ketsch.Aktive der Lokalen Agenda 21 trafen sich zur ersten Sitzung nach der Sommerpause. Auch in den vergangenen Wochen habe es so einige Termine gegeben, sagte Sprecher Gernot de Mür in kleiner Runde im Ferdinand-Schmid-Haus. Die Teilnahme am Ferienprogramm sei ein voller Erfolg gewesen. Der Erlebnistag auf der Rheininsel mit Revierförster Norbert Krotz habe den 23 Kindern viel Spaß gemacht und rufe nach einer Wiederholung im nächsten Jahr.

Gernot de Mür berichtete von einem Jahresgespräch mit der Verwaltung, bei dem das aktuelle Projekt der Lokalen Agenda wichtigstes Thema war. Die Planungen für „Ketsch fährt fair“ laufen derzeit auf Hochtouren. Bei dem Projekt geht es um das partnerschaftliche Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Es richtet sich an Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen und soll dazu anregen, das eigene Verkehrsverhalten zu reflektieren.

„Ketscher nehmen Rücksicht“ oder „Ketsch fährt 30“ sind zwei Slogans, die auf Plakaten und Transparenten auf den fairen Umgang im Verkehr hinweisen sollen. Die Tafeln sollen gut sichtbar an den Ortseinfahrten aufgestellt werden.

Die Lokale Agenda 21, die im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, hat schon zahlreiche Aktionen auf den Weg gebracht: Nachhaltigkeitsbericht, Mitfahrbörse, Ausstellungen, Insektenhotels, Beteiligung bei Umweltmessen, Wanderungen und Radtouren sowie den Themenweg Karl-Ludwig-See.

Das letztere Projekt wurde Anfang Juni eröffnet (wir berichteten) und liefert auf sechs Informationstafeln im Naturschutzgebiet Informationen zum „verschwundenen See“ mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Die kleine Versammlung diskutierte die grafische Gestaltung der Infotafel am Insektenhotel im Bruch, wo neues Schilf nachgefüllt werden muss, damit die Insekten ihre Larven ablegen können.

Im Rathausfoyer ist seit kurzem eine neue Infosäule zu sehen, die über die Arbeit der Lokalen Agenda Auskunft gibt, teilte Gernot de Mür mit. Kurz vorgestellt wurde auch das Buch „Natur - Kultur - Wildnis“. Der Band aus der Schriftenreihe der Badischen Heimat mit dem Untertitel „Naturschutz, Entwicklung der Kulturlandschaft und die Zukunft der Wildnis in Baden“ beinhaltet interessante Beiträge aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Forstwirtschaft und Kulturgeschichte.

Aktion „Zu Fuß zur Schule“

Beim Punkt „Verschiedenes“ wurden noch die Wartungsarbeiten des Insektenhotels und des Naturwegs erörtert. Für 2019 wird die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ für die Alte Schule ins Auge gefasst. Außerdem soll die Förderung der Elektro-Mobilität in den Fokus rücken. In Planung genommen werden soll eine Beteiligung der Gemeinde beim „Stadtradeln“ im nächsten Jahr.

Gerhard Prendke verwies abschließend auf die laufende Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2018. Der Test beschäftigt sich erstmals genauer mit dem Thema Familien und Kinder. Per Fragebogen können Teilnehmer wieder beurteilen, ob beispielsweise Radwege im Winter geräumt werden sollen oder ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Umfrage findet bis 30. November über die Internetseite www.fahrradklima-test.de statt.

Wer Ideen rund um Ketsch hat oder sich gerne an den laufenden Aktionen beteiligen möchte, ist zur nächsten Sitzung der Lokalen Agenda 21 eingeladen, die am Mittwoch, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Ferdinand-Schmid-Haus stattfindet.

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