Ketsch

Ferdinand-Schmid-Haus Lokale Agenda freut sich schon auf den Film zum Verkehrsprojekt

„Ketsch fährt fair“ im Frühjahr

Archivartikel

Ketsch.Es dauert noch einige Wochen bis zum nächsten Jahr. Doch die Lokale Agenda 21 um Gernot de Mür ist mit den Gedanken schon längst in diesem kommenden Jahr. Grund dafür ist die Aktion „Ketsch fährt fair“, mit der die Agenda-Streiter ein Zeichen für mehr Rücksicht im Verkehr setzen wollen. Ein Thema, so de Mür, dass immer mehr Menschen zunehmend auf den Nägeln brenne.

Am Ende, davon ist das Quintett im Ferdinand-Schmid-Haus überzeugt, wird es mit etwas Rücksicht von allen auch besser für alle. Und das sei doch ein Ziel, hinter dem sich alle versammeln könnten.

Igelhaus der Luxusklasse

Bevor sich die Mitglieder der Lokalen Agende der Zukunft widmeten, beschäftigten sie sich jedoch mit der Gegenwart, genauer mit dem Überwintern der Igel. Hierfür entwickelten sie einen kleinen Igelbungalow aus Holz, der den Igeln ein Überwintern in der Luxusklasse ermöglicht. Bis Ende übernächster Woche ist ein Modell dieser kleinen Holzhütte ausgestellt. Jeder, der einen kleinen Garten habe, so Thomas Rieger, könne solch ein Igelzuhause aufstellen. Die Agenda habe noch zwei Bausätze, die Interessierte bestellen könnten. Ein kompletter Bausatz kostet 20 Euro. Besprochen werden müssten noch einmal die Standorte der Igelbehausungen der Gemeinde. Standorte, wie im Kreisel, seien nicht ideal. Auf der Homepage der Agenda finden sich darüber hinaus zahlreiche Tipps, wie man den Igeln das Leben erleichtern kann.

Auf das kommende Jahr ging der Blick mit dem Stadtradeln 2020. 2019 beteiligte sich die Enderlegemeinde mit einer offenen Gruppe, was nicht ganz so weite Kreise zog. Eine andere Nummer wäre es, so de Mür, wenn die Gemeinde sozusagen als Zugpferd antrete. In Sachen Teilnehmerzahl würde das ganz sicher einen ordentlichen Schub bedeuten.

„Die Gemeinde ist da als Kommunikator wichtig und damit auch erfolgversprechend.“ Schon am kommenden Dienstag werde man sich daher mit Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer treffen, um das Stadtradeln 2020 in der Hand der Gemeinde zu besprechen.

Weiter ging es mit dem Thema Verkehr mit der Aktion „Ketsch fährt fair“. Zugeparkte Gehwege, zu schnelles Fahren, Drängeln und Beleidigen, belasten den öffentlichen Verkehrsraum zunehmend. Es werde Zeit, so die Meinung am Tisch, ein Zeichen dagegen zu setzen. Im März soll die Aktion mit Hinweistafeln und Bannern starten. Über das Design besteht weitgehend Einigkeit. Und auch Sprüche für die Banner, wie „Rasen ist doof“ oder „30 ist auch schnell“ seien schon gefunden.

Richtig stolz sind sie auf den kleinen Film zum Thema, der die Agenda gemeinsam mit dem Jugendbeirat und dem Seniorenbeirat auf den Weg gebracht habe. Ab dem Frühjahr soll er im Central-Kino laufen und natürlich ist er dann auch online abrufbar. Mobiler Protagonist ist übrigens ein DeLorean DMC-12, ein Auto, das in „Zurück in die Zukunft“ Filmgeschichte geschrieben hat.

Noch nicht ganz geklärt ist die Art der Beteiligung am Naturerlebnistag 2020. Thema wird der Entenpfuhl und seine drohende Rodung wegen des Sand- und Kiesprojekts sein. Insgesamt seien die Planungen für 2020 schon recht weit gediehen, so dass die Agenda-Gruppe entspannt auf das kommende Jahr schaut. „Wir sind gut aufgestellt und vorbereitet.“ Es ist etwas Vorfreude zu spüren, es kämen ja auch spannende und wichtige Themen auf den Tisch. ske

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional