Ketsch

Handball-Bundesliga Frauen Corona-Testproben vor Oldenburg-Spiel an falsche Adresse geliefert

Ketscher Bären atmen vor Abwurf auf

Die erste gute Nachricht gibt es schon vor dem Anpfiff der Handball-Bundesligapartie zwischen dem VfL Oldenburg und den Kurpfalz-Bären aus Ketsch. Das Duell, das am Sonntag um 16.30 Uhr angepfiffen wird, stand zum einen wegen eines positiven Corona-Tests einer Oldenburger Spielerin auf der Kippe, zum anderen musste aber auch der Ketscher Reisetross lange zittern.

Der Grund: Das Paket mit den Corona-Testproben wurde an eine falsche Adresse geliefert. Dadurch konnten die Proben erst verzögert ausgewertet werden. Bis Freitagmittag lagen bei den Verantwortlichen noch keine Ergebnisse vor. Erst am Abend gab es Entwarnung, sodass sich Ketsch am Samstag planmäßig auf den Weg machen kann, um im Vorfeld der Begegnung noch in Osnabrück zu übernachten. Die Vorbereitung klingt trotz des Missgeschicks besser als in den Vorwochen.

Die VfL-Spielerinnen mussten dagegen am vergangenen Wochenende eine Zwangspause einlegen. Während sie daheim auf der Couch saßen, schnupperten die Bären bei der HSG Bad Wildungen Vipers an einer Überraschung. Am Ende lief es dann aber so, wie schon die gesamte Saison über: Das Team von Trainer Adrian Fuladdjusch blieb ohne etwas Zählbares und liegt somit auch weiter am Tabellenende.

Überraschungen sind möglich

Er musste in Bad Wildungen auf Leistungsträgerin Lara Eckhardt verzichten und überraschte deshalb mit einigen kreativen Ansätzen. So bot er fast durchgehend eine siebte Feldspielerin auf. „Vielleicht gibt es wieder Überraschungen. Wir haben es geschafft, einen Gegner vor Aufgaben zu stellen und wenn man unberechenbarer ist, dann ist das sicher von Vorteil“, meint der 32-Jährige.

Vor diesen taktischen Kniffen warnt Niels Bötel, der Oldenburger Coach: „Ketsch hat eine sehr variable Mannschaft, sie können sowohl in der 6:0- als auch mit offensiver Deckung spielen. Das Team ist unheimlich eingespielt und profitiert von seiner Geschlossenheit. Sie wollen am Sonntag sicher die ersten Punkte holen – aber wir setzen alles daran, das zu verhindern.“ Oldenburg hat schon drei Siege eingefahren, zog aber zuletzt viermal nacheinander den Kürzeren. Beide Mannschaften wollen sich mit Erfolgserlebnissen in die EM-Pause verabschieden, denn erst im Dezember geht es dann im Oberhaus weiter.

Fuladdjusch sieht die Niedersachsen in der Favoritenrolle: „Sie spüren den Druck. Wenn sie verlieren sollten, dann rutschen sie in den Abstiegskampf. Schließlich will keine Mannschaft gegen das punktlose Schlusslicht verlieren. Wir wollen wieder mutig und aggressiv auftreten.“ Eckhardt ist bei den Bären übrigens wieder dabei, hat aber noch Trainingsrückstand: „Sie hat im handballspezifischen Bereich, aber auch im taktischen Bereich noch etwas Nachholbedarf. Aber ich bin mir sicher, dass sie das schnell aufholen wird“, glaubt Fuladdjusch. Und auch Lea Marmodee hat ihren Comeback-Versuch erfolgreich gestaltet. Somit muss Fuladdjusch nur auf Elena Fabritz weiter verzichten. mjw

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