Ketsch

Kinder wollen zu Kindern

Gerade den Jüngsten unserer Gesellschaft hat die Corona-Krise einiges abverlangt und tut dies immer noch. So nachvollziehbar wie getroffene Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitungen für uns Erwachsene sind, für die Kinder bleibt das unsichtbare Virus etwas, was ihnen in erster Linie einmal gewohnte Abläufe und liebgewonnen Beschäftigungen genommen hat.

Die Schulen und Kindergärten wurden zunächst geschlossen, um dann nach und nach wieder unter ganz neuen Bedingungen zu öffnen. Und trotzdem, nichts ist zu 100 Prozent so, wie es vorher war. Abstandsregeln sind einzuhalten, es gelten strenge Hygienemaßnahmen und manche Hobbys sind aktuell einfach nicht möglich. Unbeschwerte Runden auf einem Karussell auf dem Volksfest sind genauso weit entfernt wie gemeinsamer Badespaß in den Freibädern.

Auch der beliebte Familienurlaub steht in vielen Haushalten derzeit auf der Kippe oder ist bereits abgesagt. Wie groß die Freude bei den Jüngsten über die Rückkehr in den Kindergarten nach vielen Wochen zuhause war, kann ich gut nachvollziehen.

Kinder möchten zu Kindern und gewohnte Abläufe sind ihnen besonders wichtig. Bleibt uns allen zu wünschen, dass der positive Trend beim Rückgang der Infektionszahlen weiter Bestand hat und irgendwann eine neue Normalität entsteht, die besonders eines ist: kindgerecht und zukunftsorientiert.

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