Ketsch

Hebelstraße Nach Feuer in Wohnhaus wird Hilfe angeboten

Kirche und Kindergarten sammeln für Bewohner

Ketsch.Feuer sorgt immer für einen großen Schrecken. Wenn es das eigene Haus trifft, ist der Schock groß, die Emotionen überkommen einen und die Hilflosigkeit nimmt Überhand. So muss es den betroffenen Bewohnern des Hauses in der Hebelstraße am Freitag, 5. Juli, ergangen sein. Um kurz nach 10 Uhr brach ein Feuer aus, dass sich vom Erdgeschoss in die oberen Stockwerke ausbreitete (wir berichteten). Die Feuerwehr brachte die Flammen schnell unter Kontrolle, aber wie es mit dem Haus weitergeht stehe noch in den Sternen. Bislang wird der Schaden auf rund 400 000 Euro geschätzt.

Wie es nun weitergehe, ist auch für Bürgermeister Jürgen Kappenstein noch unklar. Denn nach seinem Dafürhalten und dem Gutachten nach, sei das Haus ein Totalschaden, nicht mehr bewohnbar und „eine Reparatur ist aufgrund des großen Schadens nicht möglich“.

Nach der Informationen des Bürgermeisters sei die Familie über das Wochenende in einem Hotel untergekommen, „die Kosten trägt dan wohl auch die Versicherung“. Als Gemeindeoberhaupt kümmerte er sich um eine mögliche Unterkunft für die Geschädigten. Eine Wohnung für die Familie stehe zur Verfügung, ob dieses Angebot angenommen wurde, konnte Kappenstein im Gespräch mit unserer Zeitung noch nicht kommentieren. „Die Familie wolle weiterhin am Standort wohnen bleiben, auch die Nachbarschaft sei dort sehr gut. Ich denke, dass sie versuchen werden, dort wieder ein neues Haus aufzubauen“, so Kappenstein.

Erlös soll unterstützen

Die Leiterin des Johanneskindergarten, Andrea Winkler, war mit den Kindern im Garten, als sie den Geruch des Feuers wahrnahmen. „Uns ist der Atem gestockt, als wir erfahren haben, welches Haus brennt“, sagt sie, denn die Familie kenne sie durch den Kindergarten sehr gut. „Es ist immer ein Schock, wenn sowas passiert, aber mit einem persönlichen Bezug ist es noch schlimmer“, sagt die Kindergartenleiterin mit leiser Stimme und ergriffen. Aus diesem Grund wird der Erlös des Verkaufs von Kaffee und Kuchen beim Sommerfest am Samstag, 13. Juli, von 11 bis gegen 15 Uhr, den Geschädigten zugute kommen.

Aber es werden auch weitere Spenden gesammelt. Die Kontonummer der evangelischen Kirchengemeinde kann im Pfarramt erfragt werden, Spenden können auch vor Ort abgegeben werden, so Pfarrer Christian Noeske auf Nachfrage – Kolpingstraße 8, Telefon 06202/6 12 24. vas

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