Ketsch

„Kleiner Italiener“

Marco Brückl ist ein Abenteurer im Straßenverkehr

Die letzten Abenteuer unseres Daseins erlebt man im Straßenverkehr. Und des Berufspendlers Herz schlägt vor allem dann höher, wenn es im „kleinen Italiener“ daherrollt. Die „großen Deutschen“ sind ausgeschlafen, so scheint es, und haben schon wieder Hunger: Zum Frühstück gibt’s „Panda“.

Also bin ich etwas aufgeregt, weil ich weiß, dass der abermalige Versuch, ernst genommen zu werden, wie ein Partikel im entsprechenden Filter hängenbleiben wird. Das Gaspedal ist zwar voll durchgedrückt, doch gegen die Karossen mit „A“ und in „X“-Versionen ist kein PS gewachsen. Warum muss man aber so dicht auffahren? Ich ergebe mich ja.

Im „kleinen Italiener“ rinnt zwar noch kein Angstschweiß, aber die eigene Courage, zwischen drei SUVs auf die Überholspur ausgeschert zu sein, wird just in dem Moment bereut, als sich der bajuwarische Privatpanzer auf seine Überlegenheit besinnt. Die erste Tonne an Gewicht des Verfolgers scheint bereits im Fond mitzufahren.

„Ist ja gut, wir sehen uns in der Stadt bei der Parkplatzsuche wieder“ beruhigt im „kleinen Italiener“ kurz, ehe ein Leuchtsignal darauf hinweist, dass man sich mit der linken Spur gehörig verzockt hat. Man muss ihn dennoch mögen den „kleinen Italiener“: Er schenkt einem nicht nur Abenteuer, sondern auch echte Bodenwellen. Dieser Kerl ist ehrlich. Probieren Sie es aus: Kleine Autos erden.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional