Ketsch

Sonnenernte Umweltverein begrüßt EU-Regelungen zur Plastikverschmutzung / Bernd Kraus spricht über Strohhalme aus Gras / Auch fremden Müll entsorgen

Kompletter Verzicht auf Wegwerfprodukte hilft der Umwelt am meisten

Ketsch.Bei den Radtouren und Spaziergängen beanstandeten die Sonnenernte-Mitglieder schon des Öfteren den vielen Unrat in der Landschaft. Erfreulich wertet der Umweltverein deshalb die EU-Entscheidungen, die Anfang 2019 zu neue Regeln zur Verwendung vor allem von Plastik bei Wegwerfprodukte geführt haben. Zum Teil müssen diese aber in Länderrecht noch umgesetzt werden.

Bei der Vorstandssitzung erläuterte Bernd Kraus, zweiter Vorsitzender, dass man dennoch auch in Zukunft Müll „an den schönsten Punkten finden“ wird – allerdings durch die Initiative der EU besser von der Natur abbaubar. „Wir als umweltinteressierte Personen werden das als wohltuende Besserung der Verschmutzungssituation bemerken“, erklärte er. Auch wenn diese Besserung nur marginal ausfallen werde.

Als Beispiel dafür bezog sich Kraus auf Strohhalme. Früher aus Plastik werden sie jetzt aus anderen Rohstoffen, etwa aus Gras, hergestellt. „Es mag natürlich sein, dass der Strohhalm dann statt angenommen 0,2 Cent nun 0,5 Cent kostet. Aber das Teil löst sich dann in Wochenfrist in der Natur auf – wenn es doch nur immer so einfach wäre“, sagte der zweite Vorsitzende.

Trotzdem werde das Verschmutzungsproblem in der Natur dadurch nicht sofort kleiner. Besser wäre es, so Kraus, ganz auf unnötige Wegwerfprodukte, egal aus welchem Rohstoff, zu verzichten. „Manchmal sehen Rast- und Feierplätze zeitweise nach Heimsuchungen besonders rabiater Umweltfrevler verheerend aus. Oft hinterlassen werden Folienhüllen von Einwegtaschentüchern, Getränkekartons und das Papier von Kaugummis und Bonbons“, berichtete Kraus und ärgerte sich vor allem über Glasscherben in der Natur. Zum Abschluss appellierte er an jeden, „keinen derartigen Unrat zu hinterlassen“ und stattdessen auch fremden Müll in die Abfallkörbe zu schmeißen. zg/cao

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