Ketsch

Narrhalla Die Rheinhallengaststätte ist am Wochenende zum Karnevalsmuseum umfunktoniert

Kostbarkeiten aus 66 Jahren

Archivartikel

Ketsch.Erinnerungsstücke aus 66 Jahren KG Narrhalla werden am Samstag und Sonntag, 1. und 2. September, in der Rheinhallengaststätte präsentiert, wo sie von 11 bis 17 Uhr an beiden Tagen kostenfrei angeschaut werden können.

Hunderte Orden, Kostüme, über 2000 Bilder, Zeitungsausschnitte und Buttons haben Senatspräsident Roland Eisenmann und seine Frau Heidi erhalten und in deren Wohnhaus und Garage erst einmal zwischengelagert. Zum Ausstellungsfundus in der Rheinhallengaststätte wird ein Trikot, das die Narrhallesen bei den Fußball-Ortsturnieren beim Torerfolg trugen, ebenso wie Kostüme der ersten Stunden gehören.

Etwa neun Monate haben die Vorbereitungsarbeiten für die Ausstellung in Anspruch genommen. Nun ist eine rund sechsstündige Präsentation mit bewegten Bildern, die in einem Bereich der Schau den gesamten Tag über gezeigt wird, fertig. Wie in einem kleinen Kino könnten die Besucher auf Stühlen Platz nehmen und karnevalistisch in Erinnerungen schwelgen, erklären die Eisenmanns.

Roland Eisenmann ist es gelungen, die Orden von 1953 bis 2018 lückenlos zusammenzustellen. Gleiches ist bei den Prinzessinnenorden sowie den Kampagnenheften erreicht. Unzählige der Buttons, die in den Kampagnen verteilt wurden, zieren ein weiches Kissen.

Schöne Exponate auf Puppen

Hochinteressant ist sicher zu sehen, wie sich die Kleidungsstücke verändert haben. Vielleicht haben sie sich ja gar nicht so sehr verändert? Viele der Kleider werden an den Wänden der Rheinhallengaststätte drapiert, so auch verschiedene Uniformröcke der Elferräte. Für besonders schöne Exponate ist die KG Narrhalla in der Lage, Schaufensterpuppen zu nutzen. Die Narrhallesen können Vitrinen und Puppen nutzen, da sie in ihren Reihen Mitglieder haben, die diese leihweise besorgten.

Heidi Eisenmann hat unzählige Bilder digitalisiert, über die Jahre Zeitungsausschnitte, Plakate und Programme der Sitzungen und Umzüge gesammelt. „Ich habe alle sortiert und beschriftet“, erklärt sie den akribischen Entstehungsprozess großer Alben. Den Blätterbüchern kann man sich am Wochenende freilich auch in Ruhe widmen.

Präsident Dirk Berger wird in die Präsentation einführen, die im unteren Teil der Rheinhallengaststätte als Rundgang konzipiert ist. Im Bereich der Theke wird es Sitzplätze geben. „Wir freuen uns auf ganz viele Besucher“, laden Roland und Heide Eisenmann ein. zg

Info: Mehr Fotos gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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