Ketsch

Geschäftsleben Fünfter Markt bei Buch und Manufakturwaren

Kunst und Künstler in harmonischer Kombination

ketsch.Eine schöne Kombination war der fünfte Kunst- und Künstlermarkt bei Buch- und Manufakturwaren, bei dem sich feines Handarbeiten mit handgemachter Klezmer-Musik und kleinen Leckereien harmonisch verband. Zum dritten Mal in Folge hatten Gabriele Hönig und Nina Schmidt Musik zum kleinen, aber feinen Markt addiert und damit gutgetan, denn am Freitagabend füllte sich mit Beginn der Klänge auch das Geschäft, so dass es recht eng wurde.

Die Töne, die die Formation mit Wolfgang Glatzel am Akkordeon, Robert Plasberg (Violine), Alexander Rautnig (Klarinette und Gesang) und Dagmar Kunze (Kontrabass) spielten, machten Laune. Als dann auch noch Rautnig mit theatralischen Bewegungen zu einzelnen Titeln sang, gingen die Gäste voll mit, klatschten, lachten und machten das Ladengeschäft zum besonderen Konzertraum. Kurze Sets hatten die Musiker mitgebracht, traten zweimal auf –nicht ohne Zugaben versteht sich. So ertönte nach dem ersten Set „Wenn ich einmal reich wär“, das Lied um Tevje aus dem Musical „Anatevka“.

Edles von der Goldschmiedin

Jetzt war Zeit zum Stöbern und Schauen bei den Auslagen. Schummriges Licht brach sich Bahn durch die märchenhaften Häuser und Figuren der Keramik-Künstlerin Gudrun Eghardt, die in Form und Farbe gefielen. Edles Geschmeide hatte Susanne Reinisch, die Goldschmiedin aus Schwetzingen, mitgebracht, das die Blicke auf sich zog. „Liastér“ offerierte selbst gemachten Schmuck in mannigfacher Farbgebung, der Käufer fand. Eng wurde es bei Tami und Marion Dann, die mit „Emotionen aus Stoff“ ebendiese auslösten. Abgelegte Jeanshosen werden unter ihren kreativen Händen zu stabilen Bigshoppern für den Alltagseinkauf. Weiche Materialien gehen in vielen Objekten eine Liason mit festem Draht und Perlen ein – so entstand etwa ein formbarer Weihnachtsbaum. Kleine Börsen sowie Taschen und Schürzen in allen Variationen machten Lust auf mehr.

Auf frischem Moos „angerichtet“ kamen die metallenen Scherenschnitte von Eva Tonatzky bestens zur Geltung. Zeigen sie doch märchenhafte Szenen, die sich in den Wald mitten im Geschäft ganz harmonisch einfügten. Die Wände zierten die Bilder der aktuellen Kunstausstellung von Beatrice Donin, die unter anderem durch die Verbindung schwarz-weiß gemusterter Rahmen mit stark farbigen Bildobjekten als Augenmagnete fungieren.

Kunst von Sabine Manske und Hermann Ullrich gehört schon fast zum Bestand im Manufakturwarenladen und fanden auch beim Markt ihre Fans. Bei Leckereien aus der Wonnegauer Öhlmühle und dem Backofen von Gabriele Hönig, die eigens einen Karottenkuchen nach jüdischem Rezept gebacken hatte, sowie leckeren Plätzchen aus dem Hause Schmidt ließen sich die Gäste gerne nieder und erlebten die Musik von „Tacheles“. zesa

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