Ketsch

Lokale Agenda Beim Ferienprogramm auf der Rheininsel von Revierförster Norbert Krotz erfahren, wie die Natur zusammenspielt

Lebendige Vielfalt des Waldes erspürt

Ketsch.An der Altrheinbrücke erwarteten 23 Kinder mit Spannung das Ferienprogramm der Lokalen Agenda 21. Unter dem Motto „Tiere des Waldes – mit dem Förster unterwegs“ gab es im Naturschutzgebiet Ketscher Rheininsel neben abwechslungsreichen Spielen interessante Informationen zu den Tieren des Waldes.

Agenda-Sprecher Gernot de Mür und Revierförster Norbert Krotz begrüßten die Kinder und erläuterten auf dem Weg zum Forsthaus die Entstehung der Rheininsel. Interessiert betrachteten die Schüler die Säule mit den markierten extremen, historischen Hochwasserständen.

Am Haus begrüßte das kleine Wildschwein „Freddi Frischling“ die Kinder auf einer Pinnwand und auf den Naturweg-Tafeln als Maskottchen. Wegen des warmen Wetters erfrischten sich die jungen Waldbesucher mit Bio-Apfelsaft von Hockenheimer Streuobstwiesen. Nach dem Gestalten von Namensschildern gab’s ein Spiel, bei dem die Kinder schnell die Namen anderer nennen mussten. Beim Kooperationsspiel „Wandernde Brücke“ hielten die Kinder paarweise eine Holzstange und standen eng nebeneinander. Eins nach dem anderen durfte danach über diese Brücke aus Holzstäben laufen. Anschließend ging’s zum Wildschweingehege, Förster Krotz lockte die Tiere mit Mais an.

Die Wildschweine im Gehege sind zur Anschauung für Menschen gedacht und auch am Tag gut zu sehen. Im Wald sind die Schwarzkittel hauptsächlich nachts aktiv und von Laien nur schwer zu entdecken. Wildschweine sind Allesfresser und verschmähen auch keine verendeten Tiere. Dadurch verhindern sie in ihrem Lebensraum Krankheiten und Seuchen, erklärte der Förster.

Rehe gelten als Feinschmecker

Das Rehwild gilt als Feinschmecker, zupft am liebsten zartes Gras und Knospen von neugepflanzten Bäumen, was der Förster natürlich nicht so gerne sieht.

In der Pause boten Inge Schmidt, Iris und Wolfgang Rohr, Thomas Rieger, Franz Kammerer sowie Gerhard Prendke belegte Laugenstangen an. Danach ging Förster Krotz mit den Kindern auf die Pirsch. Die Waldregeln wurden besprochen und bei einem Wald-Memory zeigte der Förster nur kurz verschiedene Gegenstände, dann suchten die Kinder die gesehenen Teile. Abgestoßene Gehörne sowie Felle von Wildschein, Rotfuchs und Reh wurden von den Kindern gern befühlt und gestreichelt. Beim Naturquiz ging es noch einmal rund, denn die richtigen Antworten wurden mit Gummibärchen belohnt. Krotz stellte Fragen wie „Die Kohlmeisen fliegen im Winter in den Süden.“ Die KInder mussten entscheiden: Richtig oder falsch? Bei der Abschlussrunde lobten die Kinder den kurzweiligen Vormittag. Dann war die Zeit auch schon wieder um und die Eltern standen zur Abholung bereit. zg

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