Ketsch

Tag der offenen Tür Freiwillige Feuerwehr gewährt besondere Einblicke und informiert über ihre Ausstattung / Technisches Hilfswerk mit Amphibienfahrzeug mit dabei

„LF 20“ ist bei Großbränden im Einsatz

Archivartikel

Ketsch.Das „LF 20“ ist ein beeindruckendes Fahrzeug. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Ketsch ist das Löschgruppenfahrzeug das größte. „Es ist mit seiner technischen Ausstattung zur Brandbekämpfung konzipiert und zur technischen Hilfeleistung geeignet“, erklärt Thomas Maier, der Kommandant in der Enderlegemeinde. Am Sonntag, 8. September, kann man sich ein eingehendes Bild über die Feuerwehr machen, wenn Thomas Maier und seine Leute ab 10 Uhr zum Tag der offenen Tür einladen.

Das „LF 20“ ist bei Großbränden im Einsatz. Es fasst 2400 Liter Wasser und verfügt dabei über eine Pumpenleistung von 2000 Litern pro Minute bei acht bar Förderdruck. Je nach Strahlrohr könne man damit schon 15 bis 20 Meter überwinden. Abhängig von der Wasserabgabe müssten auch mal zwei Mann ran. „Das ist aber zum Glück sehr selten der Fall. In der Regel reicht unser Standardgerät ohne große Probleme“, sagt Thomas Maier.

Die Ketscher Wehrleute mussten dieses Jahr bis dato rund 100 Mal ausrücken. Die Einsatzzahl sei im Vergleich zum vergangenen Jahr ein wenig rückläufig.

Keine Nachwuchsprobleme

In jüngster Zeit mehrten sich die Berichte darüber, dass die Freiwillige Feuerwehr in Deutschland kaum noch Nachwuchs findet. Dabei machen die Ehrenamtlichen 95 Prozent aller Feuerwehrleute aus. Ohne sie könnten hierzulande beispielsweise auch Waldbrände vermehrt außer Kontrolle geraten, so die Befürchtung.

Für die Ketscher Wehr gibt Kommandant Maier aber Entwarnung. Bis zu 35 Wehrleute könnten rekrutiert werden. Abhängig von der Tageszeit – die Feuerwehrmänner der Enderlegemeinde gehen ja noch einem anderen Beruf nach – seien es durchschnittlich 20 Personen. Das reiche sehr gut aus in den Fällen, wenn der digitale Meldeempfänger der Mitglieder von der Leitstelle in Ladenburg ausgelöst werde. Auch er selbst müsse nicht gleich zum Mülleimerbrand gerufen werden, die Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern, Tobias Schäfer und Matthias Rux funktioniere hervorragend.

In diesem Jahr gibt die Feuerwehr auch anderen Organisationen eine Plattform. So ist das Technische Hilfswerk (THW) aus Germersheim mit dabei. „Sie kommen mit einem Amphibienfahrzeug“, sagt Thomas Maier, der sich dort beim Kreis beruflich für den vorbeugenden Brandschutz einsetzt. Das THW-Gefährt kann sich an Land und im Wasser fortbewegen. „Es kann von der Straße oder über eine Rampe direkt ins Wasser fahren. Am Fahrzeug wird der Antrieb umgestellt und dann fährt es wie ein Boot weiter. Es ist für den Personen- und Materialtransport zum Beispiel bei Hochwasser- oder Unwetterlagen gedacht“, erklärt Maier.

Hüpfburg für Kinder

Sollten die Feuerwehrfahrzeuge ihre magische Anziehungskraft bei Kindern ein wenig einbüßen, können die kleinen Gäste in der Jägerndorfer Straße flugs zur aufgebauten Hüpfburg wechseln. Für das leibliche Wohl sorgt sich die Feuerwehr bei ihren Einsätzen und beim Tag der offenen Tür in außerordentlicher Weise mit Leckerem vom Bräter oder aus dem Brühtopf sowie mit Kuchen und Torten zum Kaffee.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional