Ketsch

Geschäftsleben Metzgermeister Thomas Alt gewinnt zweimal Gold und einmal Silber beim Fleischwurst-Pokal in Nordrhein-Westfalen

Liebling der Kunden erhält Höchstzahl

Archivartikel

Ketsch.Der riesige Gold-Pokal, den sein Vater Gerhard Alt 1989 beim internationalen Leberwurst-Wettbewerb gewann, steht im Wohnzimmer. „Mein Vater war Weltmeister und wurde im Rosengarten in Mannheim für seine Sahnekalbsleberwurst ausgezeichnet“, erzählt Thomas Alt.

Als Filius trat er nicht nur in die Fußstapfen und übernahm die Metzgerei in der Schwetzinger Straße, sondern führt die Tradition seines verstorbenen Vaters fort, die Qualität der Produkte regelmäßig überprüfen zu lassen – mit Erfolg.

Beim diesjährigen Fleischwurst-Pokal des Fleischerverbands Nordrhein-Westfalen heimste Thomas Alt zweimal Gold und einmal Silber ein. Die Fleischwurst des 54-jährigen Meisters zeichneten die Juroren zum achten Mal in Folge mit Gold aus. „Das ist die Lieblingswurst meiner Kundschaft. Sie wird fünfmal in der Woche frisch gemacht“, sagt Thomas Alt.

Über 100 Metzgermeister aus ganz Deutschland ließen sich beim Fleischwurst-Pokal aufs Handwerk schauen. Und aus Ketsch wurde neben der Fleischwurst auch die Krakauer und die Kosakenwurst auf Herz und Nieren getestet. „Die Leute sagen, sie ist gut“, sagt Alt über seine Krakauer. Und wenn Leute vom Fach das ebenfalls bestätigen, ist es dem Metzger gleich noch wohler um die Wurst. Die Krakauer erhielt die höchste Punktzahl.

„Die Kosakenwurst mit Käse und Schärfe habe ich mir bei einem Kollegen abgeschaut“, sagt Thomas Alt frank und frei. Deshalb muss sie ja nicht schlecht sein. Ist sie auch nicht. Sie wurde mit Silber bedacht.

Prosecco-Schinken schmeckt

In der Kühl-Theke ist dieser Tage auch wieder der Prosecco-Schinken zu finden. „Er ist wieder im Programm.“ 2017 erhielt die leckere Version ebenfalls Gold. Zu den saisonalen Spezialitäten zählt sodann die Spargel-Bratwurst. Einst zur Spargelwanderung kreiert, schmeckt sie auch in diesen Tagen wieder.

Bei aller Freude über die Auszeichnungen merkt man dem Metzgermeister an, dass etwas auf die Gemütslage drückt. „Ich hoffe, dass die Baustelle in der Schwetzinger Straße dieses Jahr beendet wird. Für uns ist es die schwerste Zeit, seit wir den Betrieb 1997 übernommen haben“, sagt Thomas Alt und spricht auch für seine Ehefrau Anja. „Wir sind um jeden Kunden froh.“ Durch das Fehlen des Durchgangsverkehrs sei beispielsweise das Frühstücksgeschäft quasi weggebrochen. Unter der Woche mache sich der geringere Zeitfaktor bei der Kundschaft und die erschwerte Anfahrt sowie die Parkplatzsituation bemerkbar.

Hier erreicht die Metzgerei momentan nicht die höchste Punktzahl. Aber das hat der Fleischermeister nicht zu verantworten. mab

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