Ketsch

Vollsperrung L 599 zwischen Abfahrt Ketsch und B 291 unpassierbar / Polizei erwartet eher keine größeren Verkehrsbehinderungen

Linksabbiegen an neuralgischen Punkten

Archivartikel

Ketsch/Region.Bis am gestrigen Montagabend wurde die Beschilderung für die Vollsperrung der L 599 eingerichtet, die seitdem zwischen der Abfahrt nach Ketsch und dem Knotenpunkt mit der B 291 für den Verkehr unpassierbar ist. Grund für die Maßnahme ist, dass die Fahrbahnübergangskonstruktion der Brücke der L 599 über die Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart der Deutschen Bahn nahe der Enderlegemeinde schadhaft ist und instandgesetzt werden muss (wir berichteten).

Den Auto- und Lastkraftwagen-Fahrern fehlt damit eine wichtige Ader von und nach Mannheim, die im genannten Abschnitt und auch in der Folge parallel zur Autobahn A 6 verläuft. Die Polizei geht allerdings davon aus, dass es keine größere Verkehrsprobleme aufgrund der Vollsperrung geben wird. Eventuell seien die Linksabbieger an den neuralgischen Punkten ein Problem – „das wird sich zeigen müssen“, sagt Polizeisprecher Dieter Klumpp auf Anfrage. Gegebenenfalls müsse die Ampelschaltung überprüft und an die neue Situation angepasst werden.

Kreuzungen der Umleitung

Der Polizeihauptkommissar spricht damit zwei Kreuzungsbereiche auf der Umleitungsstrecke an. Diese führt, wer der Beschilderung folgt, über die B 291 und die K 4250. Der erste neuralgische Punkt könnte sich am Knotenpunkt der L 599 mit der K 4250 entwickeln. Hier biegen die Fahrer, die aus Richtung Mannheim angekommen sind, links ab auf die K 4250 in Richtung Schwetzingen, um alsbald – drei Ampelanlagen weiter – den Knotenpunkt B 291/L 599 zu erreichen.

In der entgegengesetzten Richtung gilt für die Fahrer aus Fahrtrichtung Hockenheim, dass sie an der Kreuzung der B 291 und der K 4250 nach links abbiegen müssen. Auch hier will die Polizei die Ampelschaltung im Auge behalten, um bei Bedarf andere Intervalle schalten zu können. Ansonsten seien Behinderungen zu erwarten, wenn auf der Autobahn A 6 ein Unfall passiere – aber das sei auch ohne Vollsperrung auf genanntem Streckabschnitt der L 599 der Fall, meint Dieter Klumpp von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Polizei.

Zunächst sah es am Montagvormittag so aus, als könne sich die Einrichtung der Vollsperrung verzögern. Ein Mitarbeiter der beauftragten Baufirma sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es vielleicht ein Problem mit der Breite der Abfahrt nach Ketsch für große Laster geben könne. Auf Nachfrage beim Regierungspräsidium Karlsruhe meinte Pressesprecherin Irene Feilhauer allerdings, dass der zuständige Ingenieur nichts in Frage gestellt habe – die Vollsperrung wurde planmäßig eingerichtet.

Im Zuge der Sperrung wird auch die Fahrbahndecke im gesperrten Streckenabschnitt auf einer Länge von rund 1400 Metern erneuert: Der vorhandene Asphaltaufbau wird vollständig zurückgebaut und durch einen dickeren ersetzt.

Von der Sperrung wird auch der Parkplatz am Knotenpunkt B 291/L 599 und der ausgebaute Feldweg zwischen dem Parkplatz und Ketsch betroffen sein. Der Parkplatz erhält im Zuge der Arbeiten eine neue Asphaltdecke im Bereich der Parkbuchten. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen rund 550 000 Euro und werden vom Land getragen. Beim Regierungspräsidium wird davon ausgegangen, dass die Sperrung voraussichtlich bis zum 12. Dezember andauern wird. mab

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