Ketsch

Klasse Kids Beim Medienprojekt interessieren sich die Viertklässler der Neurottschule auch für das „schwerste Thema“

Löcher in den Bauch fragen – das geht auch per Videokonferenz

Archivartikel

Ketsch.„Was war Ihr schwerstes Thema, über das Sie geschrieben haben?“ Das ist eine Frage, die beinahe so schwer zu beantworten ist wie „wen würden Sie mal gerne interviewen?“ Die Klasse 4b der Neurottschule von Lehrerin Katja Baumann wollte beim Medienprojekt unserer Zeitung freilich Antworten hören von Marco Brückl. Schließlich hatten sich die Mädchen und Jungen nicht nur zum Spaß mit dem Redakteur per Videokonferenz verbunden.

Also erklärte der für Ketsch zuständige Journalist, dass sein schwerstes Thema schon einige Zeit zurückliege. Er habe als Volontär mal eine ganze Seite über Wohl und Wehe der Sozialstationen gemacht – es handelte sich mehr um das Wehe – und von allen Seiten beleuchtet. Das sei mit regionalen und überregionalen Gesprächspartnern recht anspruchsvoll gewesen. Die zweite Frage sei insofern etwas leichter zu beantworten, weil es „so viele interessante Menschen“ gebe, sodass tolle Interviewpartner recht einfach zu finden seien. „Eine hübsche Schauspielerin“, sagte Brückl dann und redete sich aus der Affäre.

Normalerweise im Klassenzimmer

Die 22 Viertklässler von Katja Baumann beschäftigen sich seit Montag mit dem Thema Zeitung. Die Ausgaben werden zu den Schülern nach Hause geliefert. Normalerweise hätte das Treffen mit dem Redakteur im Klassenzimmer der 4b stattgefunden. Doch in Zeiten von Corona sind auch hier die anderen, die neueren Wege zu beschreiten, weshalb Lehrerin Katja Baumann Brückl zur Videokonferenz einlud.

Diese ist für die Klasse 4b nichts Außergewöhnliches. Die Mädchen und Jungen trafen sich regelmäßig mit Hilfe der digitalen Welt, um die Aufgaben, die das schulische Lernen ins Zuhause verlagert hat, zu besprechen.

Vielfrager Adrian wollte unter anderem wissen, ob Brückl die Fotos zu den Berichten selber macht, um zu erfahren, dass die anspruchsvollen Bilder selbstverständlich von Profis gemacht werden.

Linda oder Josi war die Frage nach der Schulausbildung des Redakteurs wichtig, wobei aber auch gefragt wurde, auf welches Gymnasium der große Filius geht. Nach einer zu kurzen Stunde stand jedenfalls fest, dass man auch in einer Videokonferenz Löcher in den Bauch fragen kann.

Doch der Befragte „wehrte“ sich, wollte wissen, ob sich die Schüler auf Montag freuen, wenn die Rückkehr ins Schulgebäude ansteht. Die Antwort war ein klares Jein mit Tendenzen zum Ja. Denn dass der Nachwuchs den Kontakt zu den lieb gewordenen Schulkameraden und Freunden vermisst, liegt auf der Hand. Außerdem haben Natali und Lilja, die in der Garde bei der Karnevalsgesellschaft Narrhalla aktiv sind, oder Josi zwar tolle Alltagsmasken bekommen – Josi mit Bär von den Kurpfalz-Bären – aber das Tragen sei nicht so prickelnd – bleibt zu wünschen, dass nicht nur für die 4b sukzessive mehr Normalität zurückkehrt. mab

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